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  • Esaite-Berichte: BLADE Levinson Penta Bass The B-25

     

 

 

Auf dem Sofa hat lässig ein Fünfsaiter Platz genommen. Dass sich hier Herr Levinson konzeptionell beim Fender Jazz Bass bedient hat, zeigt sich unübersehbar. 4 Knöpfe ohne Kontrollplatte hat man auch schon von Roger Sadowsky als Standard 5 zu sehen bekommen. Wenigstens geben

sich die Herren auch etwas Mühe was das Kopfplatten-Design betrifft. Schließlich soll am Ende keine platte Fender-Kopie herauskommen.

Eine Ähnlichkeit zu älteren Peavey Instrumenten ist aber nicht ganz abzustreiten.

 

Ohne zuviel vorweg zu nehmen, ist ihnen das offensichtlich gut gelungen. Die eigenen Interpretationen von Leos Archetyp haben das

Interesse so einiger renommierter Bassspieler erregt. Der B-25 von Gary Levinson hat seinen Weg zu uns gefunden und muss sich nun

eine kritische Betrachtung gefallen lassen - nur gemütlich auf dem Sofa rekeln ist nicht. Warum nennen wir das nicht einfach

"Was Gary schon immer (über ...) wissen wollte"?

  

 

 

 

Traditionelle und zugleich gut funktionierende Tuners von Gotoh sind auf der Kopfplatte montiert. Der Sattel ist tiptop, geradezu vorbildlich

gekerbt und einwandfrei eingesetzt. Bei den äußeren Saiten (G und B) sollten genug Wicklungen nach unten auf der Achse landen, damit der

Druck im Sattel ausreichend wird. Problemkind kann leider ein wenig die hier stiefmütterlich behandelte E-Saite werden - sie liegt einfach

recht flach in ihrer Sattelkerbe und könnte einen deutlich steileren Winkel vertragen. Da wäre beim kommenden Saitenwechsel noch einmal

gesondert drauf zu achten. Wahrscheinlich könnte ein Saitenniederhalter (von Hipshot) für die 3 mittleren Saiten die bessere Lösung sein.

 

Ja, und da sind sie auch schon, die Halsmaße, dieses Mal in Gegenüberstellung zum Lakland 55-02:

 

                                                  Lakland                 Blade                                                       Lakland                  Blade

 

     Halsdicke     am  1. Bund      21,4 mm               22,6 mm          Halsbreite     am Sattel     44,8 mm              46,5 mm    

                                5. Bund     22,3 mm              23,7 mm                                   5. Bund     56,2 mm              56,5 mm

                               12. Bund     24,0 mm             24,8 mm                                  12. Bund     66,4 mm              66,4 mm

 

 

 

 

Wir wollen jetzt hier nicht das große Fass aufmachen, wie beim Lakland DLX 55-02, erlauben uns aber den deutlichen Hinweis zum zentrierten

Saitenverlauf über den Hals, dass wir das woanders schon mal präziser zu sehen bekommen haben. Ohne zu wilde Aktivitäten auf dem

sicherlich feinen Instrument, ist gelegentlich schon mal die G-Saite über die Griffbrettkante weggeflutscht. Wie kann das sein?

 

Ist klar, ich muss einfach etwas zusammen nehmen, wenn es wieder mal mit mir durchgeht. In Gedenk des gerade überstandenen

Jahreswechsels sag ich nur Fondue! Das passt doch ganz gut zur Schweiz und meint im wesentlichen vom Rezept her "Käse":

Die Saitenabstände sind zum Rand hin nicht identisch. Die A-Saite läuft als Referenz nicht exakt über die normalerweise von den Dots

repräsentierte Mittellinie des Griffbretts. Mithin ist die Brücke (mal wieder) nicht ganz genau an ihrem besten Platz montiert.

Stellt sich die Frage, warum fällt mir soetwas immer auf?

 

Eine Lochmutter für die Einstellung des Halsstabes (wie bei Musicman) verbirgt sich unter einer

beschrifteten Kunststoffkappe. Ist hübsch anzusehen, aber dann doch vielleicht etwas unpraktisch zu erreichen?

Naja, nicht jeder fummelt ständig daran herum und das muss hoffentlich auch nicht beim B-25 zu oft sein.

 

Aufgezogen sind D'Addarios EXL 220-5 (40-125) Nickel Wound. Das sind günstige Saiten für 20 EUR.

Ein wenig dünn für hiesige Verhältnisse, aber klingen ordentlich auf dem Penta Bass. Allenfalls die dicken Saiten

wirken mit Verlaub leicht schlabberig, was aber bisher nicht weiter stört. Wenn meine Wenigkeit daran erinnern darf?

Im letzten Bericht über den Lakland 55-02 haute das mit den D'Addarios ja überhaupt nicht hin.

Also darf man auch hier erwarten, noch weiteres Potential mit hochwertigeren Saiten zu erschließen.

 

 

 

 

 

 

Der Hals für sich gesehen wurde optimal eingebaut. Die Halsplatte ist etws angeschrägt verschraubt. Genauso wie die leichte Kontur in Richtung

des oberen Cutaways erleichtert sie das Erreichen der letzten Lagen. Das könnte aber allenfalls für Gitarristen mit bassistischen Ambitionen

von Bedeutung sein. "Echte" Bassisten kommen ja gar nicht höher als bis zum vierten Bund. Ab da geht's ja bekanntlich schon zu nächsten Saite :-)

Das scheint dann auch der tiefere Beweggrund für die zunehmende Beliebtheit von 6-Saitern zu sein - Mann, jetzt reicht's - Klappe.

 

 

 

 

Auf jeden Fall soll die Bass Brücke noch Erwähnung finden. Vorher hab ich so eine noch nicht in die Finger bekommen. Nicht auszuschließen,

dass sich die Herr Levinson selbst erdacht haben könnte. Wie immer, wer es besser weiß, sagt Bescheid. Breite Aussparungen in der Grundplatte

halten die Reiter auf Spur. Zumindest solange, wie man die Einzelbrückchen nicht zu hoch dreht. Feines solides Teil, hinterlässt einen

sehr guten Eindruck, mal abgesehen von der nicht ganz optimalen Positionierung. Eine Ähnlichkeit mit den Brücken von alten Yamaha TRB

Bässen ist nicht von der Hand zu weisen.

 

Die Einheit ist durch 8 Schrauben mit dem Korpus verbunden. Die Erfahrung beim Einstellen der Saitenhöhe zeigt allerdings, dass man bei

der G-Saite auf dem Weg nach unten bereits am Limit angekommen ist. Wollte man an dieser Stelle weitermachen, müsste man den Hals

abbauen und mittels Unterleger minimal den Halswinkel steiler gestalten. Bevor ich es vergesse: das Stringspacing liegt übrigens bei 18 mm.

 

 

 

 

Verräterische Spuren unterhalb der G-Saite nahe des Halses. Hier kommt auch ein Tatortreiniger nicht weiter und für's Überlackieren wäre

es wohl noch reichlich früh. Für regelmäßige Leser nun auch nichts Neues hier auf der Esaite.de: Sind sie noch so kurz und gepflegt, Fingernägel

greifen einfach den Lack an. Zum Glück gibt es ja prima Aufkleber als Slapschutz. Hier mal als zusätzliche Premium-Serviceleistung der

passende interne Link dazu.

 

Pappschablone zurecht schneiden, Schlagschutz nach dem Muster ausschneiden. Untere Folie abziehen, aufkleben und ordentlich andrücken.

Bei Bedarf obere Folie noch abziehen - fertig. Schont schöne Decken unauffällig und wirkt werterhaltend.

 

 

 

 

 

 

Von den vier möglichen Farben sehen wir hier Honey unter Nitrolack auf leichter zweiteiliger Esche. Was jetzt leicht heißt, sind immerhin 4.540

Gramm Lebendgewicht. Das Ganze stimmig mit Gold-Hardware, wovon ich sonst kein großer Fan bin. Gutes Aussehen allein reicht nicht immer.

Was können also die vier Poti-Knöpfe? Von links nach rechts: Volumen, Balance, Treble Cut/Boost bei 5 kHz, Bass Cut/Boost bei 60 Hz.

 

Allesamt leichtgängig, gleichmäßig und angenehm in der Handhabung. Eine Markierung wäre allerdings durchaus von Vorteil gewesen.

Manchmal hilft es ja, auf die Madenschaube zu schielen. Ein Batteriefach extra wäre auch ganz nett. Dann spart man sich das Getüdel mit

den 5 Schräubchen, von denen mindestens eine ja zu gerne immer mal auch unerlaubt auf Reisen geht und einfach nicht wiederzufinden ist. 

 

 

 

 

 

 

Derzeitiger Sachstand. Mit kleiner Einschränkung bestens verarbeiteter Bass aus Fernost (Brückenposition, Saitenwinkel E-Saite im Sattel,

leider kein Passiv-Mode). Gary Levinsons Bass-Linie verfügt aktuell nur über 2 Modelle. Und in diese beiden hat er einiges hineingesteckt,

was beispielsweise sein großes Vorbild in dieser Form und auf diesem Level so in preislicher Relation nicht offeriert. Am Rande noch die

Bemerkung mit Blick auf den jüngst verarzteten Lakland, dass wegen der höheren Masse (u.a. kräftiger Hals) schon das stromlose Bespielen

des Blades einen direkteren Klang hervorbringt. Der Lakland kompensiert dies allerdings teilweise im verstärkten Spielbetrieb auf

eigene Weise mit der aktiven Elektronik und natürlich einer angemessenen Saitenauswahl.

 

Also bloß nicht in zu viele Details verstricken. Man muss nicht wissen wie ein Auto funktioniert und kann es trotzdem ganz entspannt mit Freude

fahren. Da war doch noch irgendwas mit dummen Bauern und ihren dicken Kartoffeln. Wer sich umschaut, findet bereits für rund 1.100 bis

1.500 EUR einen Blade-Bass (Liste 1.999). Aus unserer Sicht ein wirklich gut klingendes, vielseitiges, aber wohl häufig unterschätztes

Instrument mit sehr guten Handling-Eigenschaften, das entdeckt werden will.

 

 

 

 

Wir haben nun noch die Pickups in der Höhe besser eingestellt. Dazu kommen demnächst noch die Bilder und einige Notizen.

 

So, jetzt ist demnächst. In erster Linie geht um die Höhe des Brücken-Tonabnehmers. Der will einfach nicht mehr höher herauskommen.

 

 

 

 

 

 

Der geneigten Leserschaft ist schon klar, was passieren muss. Da das Moosgummi nicht (mehr) über genügend Druck verfügt, lässt sich 

der Pickup durch Herausdrehen der vier langen Schrauben nicht nach oben verstellen. Mit etwas Schaumstoff wird das Ganze zusätzlich

unterfüttert. Jetzt ist genügend Spielraum für eine feinstens ausbalancierte Einstellung vorhanden. Was bringt das?

 

Beide Pickups voll aufgedreht liefern nun einen Klang der More Funky Charakter zu bieten hat, da der Anteil vom Bridge-Pickup am

Gesamtsound zugenommen hat. Auch ganz wesentlich ist der Mehrgewinn an "Knurr und Brumm", wenn man den Stegtonabnehmer

alleine für sich spielt. Bevor man meint, die Pickups bringen es nicht, erstmal ordentlich einstellen. Das geht aber nicht immer sofort. 

 

 

 

 

Wenn wir schon beim Finetuning sind, kann man sich gleich auch um einen vernünftigen Druck im Sattel kümmern. Die dicke E-Saite

hatte bisher den geringsten Winkel. Von daher tauschen wir den Stringtree (Saitenniederhalter). Zwei Teile dafür liegen bereit.

Was spielt dabei eine Rolle? Die Optik, möglicherweise das Gewicht (Material), die Größe bzw. Form, die Position und der Preis.

Selbstredend sollen jetzt  3 statt 2 Saiten nach unten gedrückt werden.

 

 

 

 

 

 

Der Stringretainer von Hipshot stammt aus Ami-Land und wurde aus Alu gefräst. Der andere kleine Bursche kommt aus England und

scheint fernöstlicher Metallguss zu sein. In der Größe recht unterschiedlich wird aber auf der Waage kein Unterschied erkennbar.

 

 

 

 

Das Originalteil im Fenderstyle für nur 2 Saiten wird abgeschraubt. Dann kann man sich schon mal ansehen, wie die Alternativen so rüberkommen

und wo ein günstiges Plätzchen wäre. Das teure Hipshot-Produkt wirkt einfach zu riesig auf dieser Kopfplatte. Na, dann ist ja alles klar.

 

 

 

 

 

 

Der kleine Stringtree für die E-, A- und D-Saite ist mittig verschraubt, das verbliebene Loch vom alten Saitenhalter mit Wachs kaschiert.

Wie so oft sind es meist Nuancen, die sich für den Anfänger nicht sofort erschließen, aber der erhöhte Druck im Sattel führt nun zu mehr

Definition im Ton. Eine leichte Schwabbeligkeit der alten Nickelsaiten tritt dabei weiter in den Hintergrund. Gute Aktion. Würde ich wieder

machen kann man bedenkenlos erfahrenen Spielern mit geübtem Ohr und Bewusstsein für dynamische Klangformung gut weiter empfehlen.

 

 

 

 

 

 

 

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