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  •  Esaite-Berichte: Fender Classic Player Baja Telecaster

 

 

 

Es ist schon etwas her, dass wir die Esaite.de starteten und ich unbedingt zu Beginn eine Testgitarre brauchte. Ein Schulkamerad zeigte mir einige Jahre vorher das Fender Baja Tele Modell in der butterscotch Lackierung mit lecker durchscheinender Eschen-Maserung. Sehr schön und mit klassisch schwarzem Pickguard. (Baja California, spanisch

für Niederkalifornien, der Norden der mexikanischen Halbinsel).


Optisch sehr gelungen und klanglich überdurchschnittlich in ihrer Preisklasse. Ich aber hatte ich aus dem Fernsehen eine Bierwerbung im Kopf und befand mich derweil im G&L Asat – Fieber. Ich war also nicht ganz bei der Sache. Als ich mich nun nach einer Testgitarre umsah, kam mir die Baja wieder in den Sinn. Mensch, die sah doch gut aus. Solide gemacht, nach den beliebtesten Fender Custom-Shop – Spezifikationen kreiert. Dicker Hals und vernünftige Tonabnehmer.


Tja, und jetzt gibt es gerade dieses Butterscotch nicht! Mist, aber wenn die Qualität sonst stimmt, dann nehme ich halt die Baja in Desert Sand. Gedacht – getan und knapp 600 Flocken gehen von einem zum anderen. So, da isse:


Ganz knapp über 4 Kilogramm wiegt der Brummer.
Die Pickups durchgemessen finde ich diese Gleichstromwiderstände:


Steg/Bridge PU    kOhm 8.80
beide parallel        kOhm 3.52 Poti-Switch gedrückt kOhm 8.8
Hals/Neck PU       kOhm 5.70
beide seriell          kOhm 14.0 Poti-Switch gedrückt kOhm 14.0

Alles jut!


Wie beim Texas Spezial Pickup Set gibt es hier einen 4-Weg-Schalter. Das heißt, es kommt nach der Neckpickup-Position noch eine Humbucker-Position hinzu: Laut und stark mit weniger Höhen und ohne Singlecoil-Schmatz. Mit dem im Volume-Poti versenkten Druckschalter kommen noch zwei Sounds dazu. Zusammen macht das 6 verschiedene Sounds! Jeder kann sich das heraus suchen, was ihm gefällt – gar nicht so übel!
Ganz ehrlich: Mir reichen die klassischen 3 völlig aus. Die Pickups sollte man schon noch justieren. Also: den Hals-PU gekippt einstellen. Auf der Bassseite den Pickup gut entfernt halten und die Diskantsaiten dicht über den Pickup schweben lassen. Beim kräftigen Brückentonabnehmer insgesamt gut Abstand halten und die dünnen Saiten nicht zu dicht an die Magneten des Pickups.

 

 

 


Voll des Lobes habe ich dann noch dem Bernd aus Toppenstedt eine Baja Telecaster aufgeschwatzt. „Wat, Du hast 'ne Paula, 'ne Strat und keine Tele? Das geit doch nich!
Bernd hat nun auch eine Classic Player Baja Telecaster in Butterscotch. Ich habe sie probiert und war doch sehr angetan und dachte leise für mich: Och, die kommt aber besser rüber als meine... Ab und an fragte ich Bernd, ob er die Baja Telecaster nun auch überhaupt spiele würde... Jo, jo, das macht er – schön und schade!
Was heißt hier eigentlich schade, ich werde doch dem Mann sein schönes Teil nicht abschnacken.


Also, was ist los? Lackierung ist Lackierung. Aber man kann das Schlagbrett einfach tauschen. Hab ich gemacht. Jetzt ist etwas mehr Glanz in der Hütte: Perloid, fünflochig, dreilagig: schwarz, weiß und perlmuttig glänzend! Das ist schon mal ein Schritt nach vorne.

Saitenlage! Nicht schlecht, aber irgendwie auch nicht überragend gut, anders als bei Bernds Baja Tele. In einer stillen Stunde hab ich mir das mal etwas genauer angeschaut und merkte, dass meine Baja Tele nicht den optimalen Halswinkel aufweist. In den letzten oberen Bünden liegen die Saiten einfach zu hoch über den Bundstäbchen. Stress lass nach! Ich habe mir ein Stück stabiles Schmirgelpapier genommen und einmal gefaltet, so zurecht geschnitten, dass eine Größe von circa 2 mal 1,5 Zentimeter heraus kommt. Dann die Halsschrauben gelöst, damit ich das Stück Schmirgelpapier in die Halstasche fallen lassen kann. Die Position ist genau zwischen dem korpusseitigen Schraubenpärchen am Ende der Halstasche. Nach dem Anziehen aller Halsschrauben unterfüttert der zusammen gedrückte Unterleger den Hals um vielleicht nur einen Millimeter. Genau das ist es aber. Ein breites Grinsen legt sich auf mein Gesicht als ich die Saiten wieder in Stimmung bringe. So muss es sein: Kein Scheppern, kein Saitenaufliegen, alle Saiten in allen Bünden prima, Halsdurchbiegung in Ordnung. Und das Spielgefühl stimmt – erste Sahne!


 

 

 

Intonation? Die ist mit Verlaub: Scheiße. Nein, das ist möglicherweise übertrieben.
Lange genug hab ich die Baja so mit den werkseitig montierten Saitenreitern gespielt. Ist doch "vintage-vintage", so wie früher. Die Standard Messing-Teile sind leider nicht oktavkompensiert. Das ist deutlich zu hören. Ja gut, nicht jeder wird es hören. Aber auch nicht jeder ist mit drei Akkorden in seinem Leben zufrieden. Messen kann man es mit einem Stimmgerät ziemlich gut.
Schlussendlich gibt es bessere oder sagen wir passendere Tele Bridge Saddles. Gefunden habe ich welche aus Messing natural, Messing verchromt, Stahl vernickelt und Aluminium.
Die Joe Barden Sättel zum Beispiel haben eine schräge Bohrung für die Halteschrauben. Manchmal sehen alle drei gleich schief aus. In dem Fall dreht man die Madenschrauben bei einem der drei Sättel anders herum herein und schon sieht es mehr nach einem oktavkompensierten Muster aus. Die einfachen Wilkinson Reiter bieten verschobene und dazu kantendefinierte Auflagepunkte. Sie sind daher nicht „slanted“. Das ist eine meist relativ preiswerte Lösung, passt aber nicht zu jeder Gitarre, da die Höhen mehr heraus kommen können. Mit neuen Reitern ist jetzt aber endlich auch die Stimmung ganz erheblich genauer einzustellen, um nicht perfekt zu sagen. Meine Wenigkeit erfreut sich entsprechend an den harmonischeren Akkorden. Das klingt doch gleich alles viel runder. Wer wenig geduldig ist, bestellt gleich im einschlägigen Versandhandel oder sortiert sich die passenden Suchbegriffe für die Online-Auktionen.
Schon zufrieden? Das kann ja wohl nicht sein.


Der Sattel oben an der Kopfplatte ist nicht so toll gemacht: Die dicke E-Saite hat einen Abstand zum Griffbrettrand von etwas über 3 Millimetern. Indessen die hohe E-Saite liegt von der Kante 5 Millimeter entfernt. Die Abstände zwischen den Saiten schwanken zwischen 6 und 7 Millimetern. Das musste wohl richtig schnell gehen, da in der Fabrik, in Mexico. Das ist zwar spielbar, kann man sagen; aber keineswegs gut oder anwenderfreundlich. Hier sollte noch etwas getan werden. Auf Dauer nervt das doch. In diese Kategorie gehören auch die Lackreste auf den bzw. an den Bundstäben.

 

 

 

 

 

 

 

 

Der Werbung folgend probierte ich noch einen anderen Tonkondensator aus. Ich sage es gleich: Welten sind das nicht im Vergleich. Und Wunder schon gar nicht. Das Original fabriziert einen Wah-Wah Sound, wenn man es schnell auf und zu dreht. Der vergleichsweise riesige Austausch-Kollege nimmt die scharfen Höhen heraus ohne gleich alles dumpf, hohl oder matt werden zu lassen. Durch die relative Verschiebung im Spektrum treten die Mitten und Bässe etwas mehr hervor. Preislich ist der Unterschied mächtig (50 Cent zu EUR 6). Ob man den klanglichen Unterschied zu schätzen weiss, hängt von Mancherlei ab. Ich kann das noch nicht richtig beurteilen. Man muss es laut ausprobieren, was noch aussteht. Bei Zimmerlautstärke bildet man sich zumindest schnell ein, teuer muss doch gut sein, nur die Ohren sind vielleicht heute nicht so gut drauf...

Es hat sich längst herum gesprochen: Die Classic Player Serie ist trotz allem sehr zu empfehlen.

 

 

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