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  • Esaite-Berichte: 1. Harley Benton Fretless 5 String Bass B-550FL BK, 2. Harley Benton JB-40FL SB 4 String Fretless
     

 

 

Steffen ruft an: " Ey, hör ma, ich hab voll Bock auf'n fretless Fünfsaiter. Sachma, ich hab da 'ne Rezession gelesn.

Da gibs ein' online für 150 Ocken zu kaufen, und die mein'n, der is voll ganz gut fürs Geld. Was meenste?"

Ach, nee, sag ich, ich hatte schon so ein ähnliches Billigteil und das war nüscht. Lass es besser bleiben.

 

Kaum später treffe ich Hermann, einen anderen Bassliebhaber. Der erzählt die gleiche Geschichte. Nur das mit der

"Rezession" war wohl anders gemeint. Naja, eben gering negative wirtschaftliche Abschwungphasen - lass man stecken.

Jedenfalls, der Gute gerät nun an genau dieses Bassmodell und ich kann es freundlicherweise begutachten.

 

 

 

 

Meister Klöthenbröhm befingert also die zügige Lieferung aus dem Hause Thomann. Huch, der sieht ja auch in echt gar nicht scheiße aus!

Die stromlose Antestphase zeigt, dass dieser Fünfsaiter vernünftig eingestellt ist und seiner Bestimmung nach prima schnurrt und brummt.

Alter Ego Flatterbüx mault dann doch: Na komm, irgendwas wird schon an diesem fernöstlichen Hausmarkenkrams faul sein.

 

 

 

 

Als erste Großtat werden die Sattelkerben noch etwas tiefer gelegt. Wie man sieht, ist da durchaus ein klein wenig Material, was verschwinden

könnte. Der Geigerbauer sagt, man kann mit der Kerbenhöhe sogar auf Griffbrettniveau herunter. Ganz soweit wollen wir es nicht treiben.

Die Halsdurchbiegung ist bereits ordentlich eingestellt und bedarf keiner weiteren Aufmerksamkeit. Die zugesagte Sattelbreite von

45 mm erreicht dieses Exemplar allerdings nicht vollständig. Lächerlich und eigentlich nicht der Rede wert.

 

 

 

 

Als Brücke verschraubte der Hersteller an der Zahl 5 Mono-Rails. Günstig, schlicht, aber funktional. Persönlich hätte ich diese

Einzelbrückchen gestaffelt versetzt montiert, damit der Saiten-Winkel und - Druck gleichartiger wird. Die Saitenabstände liegen so bei

ungefähr 16 mm. Viel enger sollte es dann aber auch nicht sein. Der Check der Intonation ergab, nur die A-Saite braucht hier eine Korrektur.

 

Das Griffbrett wirkt bei genauerer Betrachtung vielleicht etwas roh und erste Saitenrillenspuren sind bereits zu verzeichnen.

Also, ran mit schön feiner Stahlwolle und danach das Ganze mit Öl abreiben. Das nährt das Holz ein wenig, dunkelt kurzzeitig

und bringt die Zeichnung nach vorne. Die Sidemarker sitzen an der richtigen Stelle und bieten damit eine zuverlässige Orientierung

für den, der nicht nur seinen Ohren trauen will oder kann. Für größere Lagensprünge tatsächlich immer von Vorteil.

 

 

 

 

Der Stegpickup will nicht höher. Das kennt man ja zur Genüge. Folglich fliegt der Kamerad übergangsweise aus seiner passgenauen Höhle

und bekommt zunächst einfachste zusätzliche Unterfütterung verpasst. Der Korpus wurde aus leichter Erle "geschnitzt". Wenn mich

nicht alles täuscht, sind es 3 bis 4 zum Instrument verleimte Holz-Streifen mit angenehm abfallenden Korpusrändern.

 

 

 

 

Wesentlich wäre dann die Antwort auf die Frage, wie spielt er sich und ob es klingt? Wenn ich es richtig sehe, funktioniert die Elektronik passiv oder aktiv bei diesem preiswerten Herrn in Schwarz - korrekt. Den Panoramaregler für die Balance zwischen den Pickups hatte ich am liebsten in der Mitte

oder leicht in Richtung Brückentonabnehmer gedreht.

 

Der Bursche bringt klaren Druck bei recht geringem Output im Batteriebetrieb. Der Bassregler ist weit aufgedreht. Die Höhenregelung scheint im Frequenzspektrum - zumindest für mein Ohr - merkwürdig angesiedelt und daher vergleichsweise gewöhnungsbedürftig. Die Action bzw. Bespielbar-

keit bereitet bereits im Auslieferungszustand keinerlei Probleme, so dass man die Handhabung getrost als überdurchschnittlich bezeichnen kann.

 

 

 

 

Hätte ich nicht bereits etwas Vernünftiges zur Verfügung, würde ich mir dieses Teil vermutlich auch kaufen. Wahrscheinlich wäre früher oder

später der Wunsch nach einer hochwertigen Elektronik aufgekommen. Aber möglicherweise könnte bereits ein anderer Stegpickup mit mehr

Mittenbetonung und Output meine Vorstellungen zufriedenstellen. Nachdem wir den Bass neu justiert haben, hat sich das aber relativiert.

 

Für einen Fretless-Einsteiger dann aber praktisch alles zunächst unwichtig und reine Geschmackssache. Es wird genügend Leute geben,

die auch so finden, dass alles super ist. Natürlich kann man die Klangausbeute durch gezielte Saitenauswahl und Verstärkereinstellungen

weitreichend trimmen.

 

 

 

 

Die Verarbeitung ist rundrum in Ordnung. Wer lange sucht, wird schon irgendeine minimale Kleinigkeit finden; das schießt aber bei einem

Bass zu dem Preis völlig über das Ziel hinaus. Selbst wenn der Preis bei 350 Euros läge, würde sich an dieser Empfehlung nichts ändern.

 

So und jetzt zurück zum Anfang. Gestern rief ich Steffen an: "Sorry, Du kannst Dir den Bass getrost holen. Ich hab so einen gerade da.

Wenn irgendwas damit sein sollte, geht er eh zurück oder wir legen mal kurz etwas Hand an." Steffen hat geordert. Morgen schon

oder Montag kommt sein Bass. Man darf gespannt sein.

 

PS: Die Gurtköpfe haben wir übrigens getauscht (Durchmesser jetzt 17mm). Tja, leider insgesamt sehr wenig zu meckern...viel Spaß damit!

 

 

 

 

Harley Benton JB-40FL SB 4 String Fretless Bass

 

 

 

Wieder einmal Hans Thomanns Hausmarke Harley Benton. Was verrät uns die Modellbezeichnung? Okay, JB für Jazz Bass, vor einer Füllnull die 4

für die Anzahl der Saiten. Dann das FL für fretless (ohne Bünde, aber mit Fretlines zur genauen visuellen Orientierung). Tja, das SB deutet auf die

Lackierung in sunburst hin, die einen vielleicht etwas übertriebenen Rotanteil im 70er Style präsentiert. Damit ist für den Insider schon das meiste gesagt. Offen bleibt dabei nur die Frage nach dem Korpusholz, was sich hier in dreiteiliger amerikanischer gerade noch mittelschwerer Esche zeigt.

Erster Eindruck: Dolles Ding für gerade mal 149,--.

 

 

 

 

 

 

Die Brücke kommt in der klassischen, simplen, aber korrekten Bauweise als stabiler Metallwinkel mit fünf Befestigungsschrauben und wurde

bezogen auf die vertikale Ausrichtung optimal platziert. Lediglich der Reiter für die D-Saite wurde für eine bessere Intonation noch ein wenig

nach vorn verschoben. Ansonsten kann man hier getrost gleich loslegen und hat auch eine passable Saitenlage vom Werk aus, so dass am

Halswinkel nichts verändert werden muss. Die Halsdurchbiegung wurde werkseitig zudem angenehmerweise schön flach eingestellt.

 

 

 

 

Die Tonabnehmer mit der Bezeichnung Roswell sind AlNiCo 5 -Typen und vermitteln den vertrauten Klang, den man mit so einem Bass in Verbindung

bringt. Die Höhe - insbesondere des Steg-Pickups - war für einen vollen Ton ein klein wenig zu flach justiert. Dabei fiel auf, dass die Schrauben

für die Höheneinstellung schwergängig sind und vorsichtiges, zugleich aber kraftvolles Zuwerkegehen verlangen. Die Übertragungs- und klang-

färbenden Eigenschaften sind nicht von schlechten Eltern. Ein Austausch gegen ein hochpreisiges Spezialprodukt erscheint absolut überflüssig.

 

Das ist mal eine Aussage. Zumal wenn man bedenkt, dass dies hier eine der ultimativen Optimierungsseiten im Netz ist. Stichwort "Austauschrausch".

Lassen wir den Ego-Booster beiseite - mit Blick auf den kleinen Preis und die solide Substanz wäre ein anderes Pickupset natürlich für Bastler

und Experimentierer durchaus interessant, auch wenn wir das in diesem Fall jetzt nicht als dringlich empfinden. In der Vergangenheit wurden

für Bentons ja Wilkinson Pickups verwendet. Man wechselte dann zu Roswell (Korea), da die Qualität nicht sichergestellt werden konnte. Es passierte

immer wieder, dass minderwertige Wilkinson-Kopien im Umlauf waren, die unerwünschterweise in den Benton-Instrumenten landeten.

 

 

 

 

Am Sattel findet man noch Schleifstaub von einer letzten Bearbeitung vor Auslieferung des Instrumentes. Das Ergebnis ist bereits akzeptabel,

allerdings für bequemes Spiel im unteren Halssegment noch nicht wirklich ausreichend. Wer den Vergleich hat oder seinem Gefühl traut, wird

hier noch selbst Hand anlegen wollen oder das schlicht machen lassen. Nachdem wir das auf eine angemessenere geringere Höhe gebracht haben,

braucht es weniger Druck von der Greifhand, was dem flüssigen Spiel sofort zugutekommt und den Spassfaktor enorm erhöht. Eine konische

runde (kegelartige) Feile für Bass-Sättel ist alles, was dafür erforderlich ist, und lohnt in der Anschaffung, wenn man mehrere Bässe spielt.

 

 

 

 

Ungünstigerweise wurden die Bassaiten von D'Addario (045-105) mit nur 2 Umwicklungen an den Mechaniken befestigt. Für die durch den Saiten-

niederhalter gedrückten beiden dünnen Saiten kein Thema. Aber bei der A- und E-Saite wirkt sich der geringe Druck im Sattel unvorteilhaft aus.

Wir haben diese Saiten getauscht, um mehr Wicklungen auf die Achsen der Tuner zu bringen. So läßt sich mal eben ein steilerer Winkel erzeugen.

 

Gut ist unter Umständen auch ein großer Niederhalter, der sämliche Saiten vor dem Sattel nach unten drücken könnte und so die Bedeutung der

Anzahl der Winklungen reduziert. Besser wäre es aber wohl, wenn der Bass oft in Benutzung ist, sich bessere Mechaniken zu besorgen. Diese ver-

bauten Teile kann man mit Sicherheit nicht in einer Kategorie mit der Bezeichnung "Deluxe Chrome Hardware" unterbringen. Löst man eine Saite,

merkt man sofort, dass die Mechnik sehr viel Spiel hat und ohne den Saitenzug vor sich hin klappert. Da hilft einem auch kein Schraubendreher mehr.

Genau genommen betrifft es zum Glück nur die A-Saite. Wir werden dazu noch berichten und unsere Betroffenheitslyrik präzisiert vertiefen*.

 

 

 

 

 

 

Folgende Fotos bilden Abschnitte der Halsrückseite ab, um den günstigen Maserungsverlauf zu zeigen. Es gibt von den Jahresringen nur zwei kleine

flache "Inseln". Ansonsten laufen bis auf 3 oder 4 Ringe (Richtung Kopfplatte) alle anderen von vorn bis hinten durch den Hals, was demselben

gute Klang- und Resonanzeigenschaften beschert. Hier ist Dynamik, Spritzigkeit und ein aufgefächertes Spektrum im Klang zu finden. Tatsächlich eigentlich alles, was man sich wünscht. Der insgesamt schlank gearbeitete Hals sorgt für eine bequeme Bespielbarkeit. Wenn man von einer

Lackierung überhaupt sprechen kann, dann wird sie hauchdünn sein, so dass sich die Ahornrückseite griffig anfühlt und Pflegeöl gebrauchen kann.

 

 

 

 

Die Höhe der Saiten musste an der Brücke nicht verändert werden. Der Abstand der Saiten zu den Halsrändern ist großzügig bemessen. Hier besteht keine Abrutschgefahr. Ja und dann haben wir der Vollständigkeit halber mal das Elektrofach aufgeschraubt. Wie man weiter unten sieht, hat der

Monteur für eine Schraube gleich 2 Löcher gebohrt. Da ist in der Hektik des Alltags die Ausrichtung der Kontrollplate beim ersten Ansetzen nicht

gleich ganz ordentlich ausgefallen - macht nichts, sieht keiner. Immer dran denken: Dieser Bass kostet nur EUR 149. Dieser Bass kostet nur ...

 

 

 

 

 

 

Ganz am Ende unserer geringfügigen eher individuellen Einstellarbeiten sehen wir es dann doch noch. Der untere Gurtknopf wird von einem häslichen Klackabplatzer umsäumt. Das sieht nach einer Art Transportschaden aus und offenbart sich als einziger wirklich relevanter Makel an diesem

Instrument. Was jetzt? Die Spießer, professionellen Rechthaber und Perfektionisten wissen, was in so einem Fall zu tun ist - weg damit und was

Neues her und zwar zacki. Grund genug gibt es dafür auf jeden Fall, wobei diese Sache echt schade ist - keine Frage. Da würde ich mich eigentlich

auch sofort in die oben genannte Gruppe von "Rücksendern" einreihen.

 

Aber da gibt es noch einen nicht unwesentlichen Aspekt an dieser Geschichte. Wenn sich der Bass locker spielen läßt, einem einen wirklich guten

Klang bietet und optisch was hermacht, dann soll man ihn gegen einen anderen wiederum zunächst unbekannten neuen Bass tauschen? Ich hatte vor Jahrzehnten die erste E-Gitarre im Geschäft in der Hand und fand sie nach damaligen Maßstäben ziemlich gut. Das war das Vorführmodell, bei dem

man sah, dass es schon viele vor mir testhalber gespielt hatten. Also verlangte ich schlussendlich ein anderes ungespieltes nagelneues Exemplar im verschlossenen Karton.

Tja, was soll ich dazu heute sagen? Ich sage mal so: In den folgenden Jahren entwickelte sich entgegen des ursprünglichen Plans sehr wenig Spaß an dieser brandneuen Klampfe aus der Box. Wenn mir der Verkäufer bei diesem Fretlessbass finanziell ein wenig entgegenkommt, werde ich diese Macke eigenhändig ausbessern und mich an diesem prima Bass weiter freuen.

 

 

 

 

Als Fazit nun das, was bereits schon jede Menge anderer Käufer dieses Bassmodells feststellen konnten: Ein ideales Preis-/Leistungsverhältnis.

Sehr gut sowohl für den Anfänger als auch die sogenannten weiter Fortgeschrittenen. Kein Zweifel: Andere Anbieter nehmen für die gebotene

Qualität ein Vielfaches des Kaufpreises. Wer aber einen anderen Markennamen begehrenswerter findet, soll seinem Impuls ruhig folgen oder

besorgt sich halt den entsprechenden Aufkleber für die Kopfplatte - Spaß muss sein. Wir indes beginnen bereits mit den ersten Ausbesserungs-

maßnahmen. Gurtknopf abschrauben, Säuberung nicht vergessen, helle Stellen schwarz einfärben. Danach viele dünne Lackschichten auftragen

und sich dabei nach Möglichkeit Zeit lassen. Ich bin gespannt, ob es am Ende nicht doch alles in allem prima hinhaut.

  

 

 

 

 

 

 

* Fußnote zum Thema Mechaniken

 

 

 

 

Das interne Klemmblech, das die wesentlichen Teile der Mechanik normalerweise funktionsgerecht zusammendrückt ist zerbrochen. Damit ist die lückenlose Passigkeit von Zahnrad und Schnecke nicht mehr gegeben. Benutzt man den Tuner trotzdem - was etwas mehr Kraftaufwand als gewöhnlich bedeutet -, so nimmt das Zahnrad Schaden. In unserem Fall ist der Tuner für die A-Saite eindeutig für die Tonne und wird entsprechend verabschiedet.

 

Eine einzelne Mechanik einfach so zu tauschen, funktioniert in unserem Falle leider nicht, da die andersartige Basisplatte des vorgesehenen Austauschobjektes nicht zwischen die originalen passt. Da müsste man sich schon ein neues Exemplar genau dieser verbauten Sorte besorgen.

Wir rupfen das Hühnchen - schrauben sämliche Tuners ab und installieren ein anderes komplettes Set.

 

 

 

 

 

 

Diese Austausch-Tuners mit kürzeren Wickelachsen sind in gutem Gebrauchtzustand. Eine mittige Verschlankung (Taillierung) der Wickelachse gibt es angenehmerweise hier nicht. Damit ist eine Verbesserung bei der Saiten-Aufwicklung gegeben, so dass sich die Saiten mit Leichtigkeit schön nach unten führen lassen und ein optimaler Druck im Sattel erreicht werden kann. Sowas würde ich eher als "Deluxe Hardware" ansehen. Natürlich ist dies ein Detail, was mancher überhaupt nicht wahrnimmt oder völlig überflüssig findet. Der Kenner hört und spürt den Unterschied in Ton und Spielgefühl.

 

Also, die Benton-Mechaniken sind nicht vornherein mies. Lediglich eine wies einen Defekt auf. Ein Tausch derselbigen kann aber trotzdem Vorteile bringen, es sei denn, man besorgt sich vorerst nur einen Saiten-Niederhalter (String Tree), der alle oder zumindest auch die A-Saite herunterdrückt. Gesehen haben wir solche Teile bei Sandberg, Hipshot und natürlich auch anderen Herstellern.

 

Bis auf die zwei Geschichten nach wie vor ein gutes Instrument zu einem überaus fairen Preis. Hoffen wir mal, der Arbeiter am anderen

Ende der Welt muß nicht nur Tütensuppen essen, weil wir immer mehr günstige Instrumente kaufen wollen. Klar sollte sein, dass eine derartige

ungesunde Form von Ernährung allerdings auch nicht in jedem Fall durch die Anschaffung von hochpreisigeren Instrumenten vermieden wird.

Viel Glück dann noch mit dem nächsten Paketzusteller. Für die Lackmacke bekamen wir übrigens eine Erstattung von 20 EUR. Das reicht locker

für den Lack. Arbeitszeit für das Ausbessern darf man dabei aber nicht mitrechnen...

 

 

 

 

 

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