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  • Esaite-Berichte: HAGSTROM Swede Special P90
     

 

 

Beyers Music in Köln hat gerade eine Partie dieses P-90 Special Swede Modells von Hagstrom/Hagström/Hagstroem im Angebot.

Zwei der Videos im Netz geben genügend Aufschluss über die Klangqualitäten, so dass es in meinen Fingern zu jucken beginnt.

Wenn dann auch noch der Geburtstag ins Haus steht und in der großen Schublade ein Pärchen Häussels ungeduldig warten, kann

ich mich nicht zurückhalten - da isse!

 

Listenpreis wohl bei rund EUR 600, im Netz dann eben auch mal für EUR 320 bis 370. Vorgestellt wurde dieses Gitarrenmodell auf einer Messe

meines Wissens bereits 2010. Die Waage zeigt übrigens 3,73 Kilogramms an. Hals, Korpus und die gewölbte Decke sind aus Mahagoni gefertigt.

Das Furnier auf der Decke ist von der eleganteren Art und wirkt beim passenden Betrachtungswinkel beinahe dreidimensional.

 

 

 

 

Bewahre B-Ware? Kleine Unsauberkeiten im Lack hier am Griffbrettübergang zum Korpus und Abschirmlack der aus der Fräsung lugt.

Hier und da etwas Schmuddel an den Pickupkappen. Alles sehr minimal und nur für Korinthenkacker ein "echtes" Problem:

Komm schickse zurück und probier ne andere. Für meine Wenigkeit kommt das nicht in Frage.

 

Die Hagstrom Special fühlt sich gut an und klingt. Die Pickups sind kräftig. Weiter herausdrehen müsste deshalb

nicht sein. Wer es probiert, merkt, dass dafür nicht genug Futter in der Fräsung klebt. Für das Ausbalancieren der Tonabnehmer

kann es aber unter Umständen nötig sein, weiteres Moosgummi oder Schaumstoff unter die PUs zu packen.

Schaut man sich dabei möglicherweise die Unterseite der PUs an, entdeckt man spiegelverkehrt das Epiphone-Logo - so, so. 

 

 

 

 

 

 

Die Kilo-Ohm-Werte der Originaltonabnehmer haben wir gemessen:

 

         Bridge         9,68

         Neck          10,26

         both             4,98

 

Der Bridge-PU ist klanglich reizvoll eingefärbt und rotzt ordentlich was raus.

Am Hals ist es mir dann auch schon wieder einen Tick zu viel und etwas mehr Durchsichtigkeit wäre nett.

Nahezu begeistet hat mich die Zwischenstellung, also beiden Tonabnehmer zusammen, sowohl clean als auch angezerrt.

Insgesamt finde ich das Geschehen am Amp aber ziemlich gelungen. Trotz bester Abschirmung brummt es naturgemäß mit den P-90 etwas.

 

 

 

 

Der Hals kommt eher schlank und mit flachem Radius daher. Halsbreite und Stärke habe ich mal ermittelt.

 

         Breite am Sattel          42,6 mm                 Halsdicke am 1. Bund         20,5 mm

         Breite am 5. Bund         46,8 mm                 Halsdicke am 5. Bund       20,4 mm

         Breite am 12. Bund        52,3 mm                 Halsdicke am 12. Bund       21,9 mm

 

Überstehende Bundenden sind hier Fehlanzeige. Farblich ist das Griffbrett monochrom gehalten. Weissliche Schlieren gibt es im Material nicht

(siehe Bericht Super Swede), Wie (fast) alles andere ist die Verarbeitung in der Tat gut und überzeugend. Da sind sie wieder:

Werkseitig aufgezogene D'Addario Saiten.         

 

 

 

 

Tronebuckers von Harry Häussel liegen für die Special P-90 im Minihumbuckerformat bereit. Diese konnten sich bereits in einer

wunderhübschen PRS SE Custom Semi-Hollow P 90 (Gewicht 3,0 Kg) beweisen und wirkten dort doch ehrlicherweise ein wenig deplaziert

(siehe Bericht PRS SE Soapbar II Update).

 

Weil die Tronebuckers dicker als die Epiphones sind, muss das Futter unter den alten Pickups erstmal komplett entfernt werden.

Mit einer dünnen Lage Schaumstoff muss es hier jetzt ausreichend sein. Die Kilo-Ohm-Werte der neuen Tonabnehmer haben wir gemessen:

 

         Bridge         5,25  (hier die Bridge Plus Variante, die für "Zerre" geeigneter ist)

         Neck           4,00

         both            2,27

 

Wie an anderer Stelle bereits erwähnt ist Holger Diepold (Inhaber AGL), Johannesberg, der Entwickler dieser Tronebuckers,

die von Häussel und seiner Damenriege in Serie gefertigt werden.

 

 

 

 

Abgesehen von den nicht geringen Anschaffungskosten für die Tronebuckers passen diese prima zu dieser verhältnismäßig günstigen Gitarre.

Wie oben schon erwähnt, bekommen wir es jetzt mit der Klangwelt von Gretsch zu tun; und das auf souveräne Weise.

Für welchen Einsatzbereich würde man die Swede Special empfehlen?

Country, Blues, Jazz und klassicher Rock'n Roll wären vorzugsweise das angestammte Revier.

 

 

 

 

Erstmal geht es mit der modifizierten Hagström an das kleine Besteck. Da es spät in der Nacht ist, darf der kleine Vox Pathfinder 10

neben dem Bett, als Erster die Ohren über das Ergebnis der Aktion in Kenntnis setzen. Das macht bereits Freude, da der Unterschied zu den

Original-PUs deutlich hervortritt.

Etliche Stunden später versuche ich es mit dem zierlichen Fender Super Champ XD. Alles wirklich sehr nett spritzig, durchsichtig definiert

und mit Knack, so dass ich schon auf den nächsten Sessiontermin "für Laut" warte. Jawoll, und brummen tut es auch nicht mehr.

 

 

 

 

Für den Transport gibt es zwar diemal nicht das schicke beige passende Case, dafür aber ein überaus vernünftig gemachtes HagBag.

Endlich mal etwas mit korrekter Halsauflage und einer Klettschliesse, die sitzt. Andere beglücken ihre Kundschaft mit irgendwelchen

Schlabberriemen, die zu lang sind und die Gitarre nicht in Position halten können. Ja, ja, solange sie nicht rausfällt... Aber es geht eben auch anders.

Das Gigbag von Hagström ist auf jeden Fall eines der wirklich Besseren am Markt. Die Seitenteile/Zargen sind stabil und wandeln den üblichen Transportsack fast schon in ein Softcase. Was war noch?

 

Stimmt, die Mensur ist nicht wie bei der Super Swede fendermäßig 64,8 cm , sondern macht gibsonartig lediglich 62,8 cm aus.

Misst man vom Sattelrand bis zum 12. Bundrand, kommt man auf 31,4 cm. Die zweite fehlende Häfte zur vollen Mensur ergibt

sich aus der Distanz vom 12. Bundrand bis zur Kante des D-Saiten-Reiters auf der Brücke.

 

 

 

 

Im Elektro-Fach ist der Reichtum ausgebrochen: Hier staut sich die Kabelage vor verwendeten Überlängen. Das könnte eigentlich

für 3 Gitarren ausreichen.Ton- und Volumenregler arbeiten vorbildlich: Guter Regelweg und kein Kratzen.

Ich hab zwar nichts davon, würde aber mal an eurer Stelle schauen, ob nicht noch eine Special P-90 günstig zu ergattern ist.

Auch ohne den Tonabnehmerwechsel eine lohnende Geschichte for the hard working musician.

 

 

 

 

 

 

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