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  •  Esaite-Berichte: Ibanez ATK 300 NT Bass

 

Ibanez ATK 300 NT Bassn - Kopfplatte

 

 

Attack (ATK) in zweifachem Sinne: Diese wuchtige Riesenkeule von Bass liefert ein echtes Pfund. Immer definiert und gut zu orten, klassisch rund, beziehungsweise mit einer drückenden, aggressiv fetzenden Stingray-Attitude (Musik). Daher kommt es, dass die Ibanez ATK-Modelle nicht völlig unschuldig die Reputation eines Stingray-Killers vor sich her tragen und damit seit Jahrzehnten zum Angriff gegen eine legendäre Maßstab bildende Vorherrschaft der Musicman-Ikone Stingray blasen (Markt).

 

Die ATK Konkurrenz wird zwar gelegentlich (Custom Shop), aber nicht überwiegend in den USA wie der originale Musicman Stingray gefertigt. Es ging zunächst in Japan mit größeren Stückzahlen los, dann haben Werkstätten (der Firma Cort?) in Korea und Indonesien die Produktion übernommen. Aktuell wird das Standard-ATK200-Modell mit etwas dünnerem Hals in China hergestellt. Gibt es irgendwas, was die lieben Chinesen nicht in Windeseile passabel kopieren (außer Doktorarbeiten, natürlich!)? - egal. Die Top-of-the-line Premium-Version ATK 1200 Prestige stellen derzeit wieder japanische Instrumentenbauer her.

 

 

Ibanez ATK 300 NT Bass - Mechanik

Ibanez ATK 300 NT Bass - Mechanik

Ibanez ATK 300 NT Bass - Mechanik

Ibanez ATK 300 NT Bass - Mechanik

 

 

Das vorliegende Instrument kommt in einer traditionellen Aufmachung daher: Klarlack auf honigfarben gebeiztem Eschekorpus mit schwarzem Schlagbrett. Eine Brücke mit integriertem Pickuprahmen? Erinnert irgendwie auch an eine überdimensionale Telecaster und dann sagt es auch schon Klick, da ein nicht völlig unbekannt gebliebener Mr. Leo Fender an der Entwicklung und Produktion des großen Vorbildes Musicman Stingray nicht gänzlich unbeteiligt gewesen ist.

Mein persönlicher Oberbassmann Volker spielt zwei Ernie Ball Musicmans. Einen normalen Viersaiter und einen noch überzeugenderen 5-String Stingray. Was lag näher, als genau ihm nach einigen eigenen Testrunden meinen ATK300NT in die Hände zu drücken. Volker kennt sich gut aus und beantwortet am Ende des Abends meine Frage nach dem Preis/Leistungsverhältnis wie folgt: Hätte ich ihm diesen ATK in die Hände gedrückt bevor er bei Musicman zugeschlagen hat, wäre seine Wahl auf den Ibanez gefallen. Warum?


Die Rechnung ist einfach. Beide Instrumente sind in einem vergleichbaren gebrauchten Topzustand. Der Stingray kostete ihn 900 Piepen, der ATK mich 350 Eier. Ohne weiter auf den Unterschied zwischen „Piepen“ und „Eiern“ einzugehen, sind Haptik, Handling und Sound bauartbedingt ähnlich, sicherlich nicht 100% identisch, wohl doch aber von absolut vergleichbarer Qualität.

 

 

Ibanez ATK 300 NT Bass - Hals

Ibanez ATK 300 NT Bass - Regler

Ibanez ATK 300 NT Bass - Hals

Ibanez ATK 300 NT Bass - Schalter

 

 

Aber ja doch, da taucht schnell die Prestigefrage auf. Ich versuche es mal so: Nicht jeder Stingray-Spieler als solcher ist zwangsläufig berühmt und reich, weil er sich so ein Teil womöglich neu gekauft hat. Ebenso wenig sind ATK-Spieler Bettler, Geizkragen oder durch die Bank weg Meister des chronischen Understatements.

Also, was gibt es nun für's sauer verdiente Geld? Hier haben wir einen dreiteiligen schweren Esche-Body. Der Hals präsentiert sich in dreistreifigem mattlackierten Ahorn plus Ahorngriffbrett, auf dem sich einige Vogelaugen verirrt haben. Weitere Ahornstreifen verbreitern die Kopfplatte unter ihrem dünnem Zier-Funier. Das Profil des Halses ist kräftig, dabei nicht klobig. Wie beim amerikanischen Vorbild finden wir eine servicefreundliche Einstellmöglichkeit für den Stahlstab am Halsansatz. Bevor ich es wieder vergesse: Der Kolossus wiegt etwas über 5 Kilogramm.

 

Fünf Schrauben fixieren den Hals in seiner Tasche. Die Fräsung könnte durchaus noch etwas präziser sein, aber meckern muss man deshalb nicht.  Eine 9 Volt Batterie speist wie üblich die Elektronik des ATK. Geregelt werden mittels der Drehknöpfe Bässe, Mitten, Höhen und natürlich die Lautstärke. Die Saiten werden wie hier gezeigt durch den Korpus von hinten durch die Brücke eingefädelt. „Normal“ durch einen Saitenhalter als Alternative ist hier nicht vorgesehen, direkt von oben sind sie aber scheinbar einzuhaken, was dem nahe kommt.

 

 

 

 

Von der weitflächigen verchromten Bodenplatte der Brücke wird der spezielle Pickup eingefasst. Das Aggregat ist ein dreispuliger Sensor (Triple Coil). Hier können über den Minischalter drei klanglich leicht unterschiedliche Schaltungsvarianten angewählt werden. Soweit man von der Plazierung des Tonabnehmers zwischen Brücke und Halsansatz klangliche Erwartungen ableitet, kann man in der Tat Musicman-Sounds und allenfalls entfernt verwandte Preci-Sounds zu Gehör bekommen. Eine heller klingende Einstellung würde ich dann allein schon wegen der Pickup-Position lieber nicht mit Jazzbass-Sound in Verbindung bringen wollen. Die sogenannte Pickup-Charakteristika wird von Ibanez mit den Begriffen Traditional, Bright und Attack bezeichnet (Bilder, siehe ganz unten).

 

Ich habe mal nachgemessen: Jazzbässe haben eine Brückenentfernung zum Bridge-Pickup (D-Saite) von 5,0 cm. Precisionbässe haben einen Abstand von 10,8 cm zum brückennahen Segment ihres PUs. Jetzt hier beim ATK300NT beläuft sich die Entfernung zur Brücke auf 6,0 cm. Der Pickup (PU) endet mit einer eigenen Breite von 4,8 cm bei 10,8 cm, also da, wo sonst der Preci-PU ansetzt. Die Modellvarianten mit zusätzlichem Hals-PU sind da dem Fendersound ein ganzes Stück näher.

 

 

 

 

Ich spiele den ATK gern. Er klingt satt und knackig ohne beissende Brillianzen oder flatterige Bässe. Die Saitenlage läßt sich gut einstellen. Trotz des stabilen und kräftig wirkenden Halses ist die Bespielbarkeit beispielhaft gut. Slap-Attacks, Fingerstyle, Tappings oder Flageoletts: Hier bekommt man, was man als Werkzeug dafür benötigt: Reichlich Fundament kommt gleichsam mit solistischen Potential zum Tragen. Sehr angenehm überrascht bin über das vorzügliche Sustain. Dieser Bass schwingt richtig lange aus! Ich bin erstaunt, mit wie wenig Kohle man richtig dolle Spaß haben kann. Schade nur, dass es keinen Aktiv-/Passivswitch gibt – falls die Batterie mal am Ende ist. Erst kürzlich sah ich Joe Bonamassa's Bassisten mit einem schwarzen Ibanez ATK305 - beeindruckend!

 

 

 

 

Zu guter Letzt lässt sich erwähnen, dass ich nun auch beide Stingrays von Volker bei mir zu Hause hatte. Die Halsrückseite vom 5-String bekam eine langwierige Schellackpolitur verpasst und der 4-String musste turnusmässig neu justiert werden. Das sind beides feine Instrumente, keine Frage. Aber wirklich gut ist mir nur der Fünfsaiter in Erinnerung geblieben. Die elektrische Schaltung der Musicman Bässe ist in ihrer klanglichen Differenzierung wesentlich breiter als beim ATK300 angelegt. Wenn ich es richtig erinnere, sind die beiden Spulen einmal seriell und parallel zu schalten. Die dritte Variante ist, glaube ich, eine Spule allein. 

Volker erwähnte kürzlich, er wechselt beim Viersaiter den Saitensatz mit der Stärke 40-100 auf eine Nummer dicker. Die 45-105er Saiten haben dem Viersaiter auskunftsgemäß erstaunlich gut getan. Es scheint, da muss wohl mehr Schwingungsenergie hinein gesteckt werden. Ich sage Bescheid, sobald ich mehr dazu in Erfahrung gebracht habe.

Nie vergessen: Oft sind es nur ein paar Handgriffe, Kleinteile oder, wie hier andere Saiten und schwupps kommt neue Freude auf, weil es plötzlich passt.

 

 

 

 

 

D e r   H a l s   m u s s   r u n t e r !

 

Nachschauen lohnt sich. Nach der Herbstdepression schließt sich fast direkt die Frühjahrsagonie an, sobald man diesen Hals

abschraubt. Ich habe das ja kürzlich im "Massenverfahren" bei etlichen Bässe erledigt. Bei diesem Exemplar findet man

grobe Holzspäne, die quasi für ein ungewolltes und unregelmäßiges "natürliches" Shimming sorgen. Ich sage nur, raus damit.

Mit feinem Schleifpapier als Unterleger habe ich die richtige Höhe hinbekommen.

Der Klang wurde dadurch einen guten Tick direkter und knackiger. 

 

 

 

 

 

P i c k u p - A u s t a u s c h   N o. 1


Schon lange war ich auf einen Austausch-Pickup von Christoph Dolf scharf. Nach längerer Suche fand ich ein gebrauchtes BassCulture-Exemplar.

Da die 3 von Haus aus vorhandenen Klangvarianten beim ATK doch recht nahe bei einander sind, hoffte ich auf echte Abwechslung.

 

 

 

 

So ist das: Der originale Pickup muss zunächst einmal herausgenommen werden. Wie man sieht ist er stark mit Schaumstoff unterfüttert,

um eine gute Höheneinstellung zu gewährleisten. Der BassCulture PU passt gut in Fräsung und Chromrahmen.

Die Schrauben sitzen jetzt leider nicht mehr ganz genau in den alten Löcher im Korpus. Präzise heißt das,

eine auf jeder Seite geht in das alte Loch, die zweite auf jeder Seite dann nicht.

 

 

 

 

Der Pickup-Wahlschalter wird gegen einen "normalen" 3-Weg- Mini-Switch gewechselt. Schließt man den BassCulture an den originalen Switch mit

seiner kleinen Platine, kommt kein Humbucking zustande. Passiv gemessen bringt die einzelne Spule einen Widerstand von ziemlich genau

kOhm 5,3. Dass heißt, in Serie bekommen wir mit beiden Spulen den Wert von rund kOhm 10,6.

 

 

 


 

 

 

Der Neue bringt jetzt die übliche Variation von Humbucker, Parallelbetrieb und Singlecoil. Als Humbucker geschaltet bringt der PU mehr Pfund als

der originale ATK-Tonabnehmer. Ich kann einen Zuwachs an Bässen und Druck feststellen. Der serielle Betrieb fällt von der Leistung vergleichsweise stark ab, ist aber ein guter Alternativsound mit ausgedünnten Mittel und einem etwas hohlen Charakter. Der Singlecoil fällt noch weiter

im Output ab und ist nach meiner Meinung eher selten einsetzbar. Möglicherweise gibt es im Zusammenhang mit der aktiven Elektronik andere Schaltungsmöglichkeiten.

 

 

 

 

Für Leute mit einem guten ATK Bass ist der Tausch durchaus eine Alternative. Das Aussehen (Holzgehäuse) ist wie immer Geschmacksache. Hängt halt auch von der verwendeten Holzart und Lackierung ab. Ob man jetzt EUR 130 bis 150 in die Hand nimmt und bei Herrn Dolf ein Custom-Pickup bestellt, ist eine gute Frage. Ich bin froh, einen gebrauchten gefunden zu haben. Neu hätte ich ihn mir wohl eher nicht besorgt. Nicht zu vergessen ist eben, dass

der Original-Pickup nicht schlecht ist. Nur die gebotene Variabilität lässt dann doch zu wünschen übrig.

 

 

 

P i c k u p - A u s t a u s c h   N o. 2

 

Jüngst wechselte ich bei einem einfachen Cort Bass (GB 64) im Musicman Style den Mighty Mite Pickup gegen einen Delano mit Ferritmagneten.

Das war ein Volltreffer, der mir noch zu gut in Erinnerung geblieben ist. Von daher war es nur ein Kleines, um mir für den Ibanez ATK einen Delano

mit AlNiCo 5 Magneten zu besorgen. Das schwarze Klötzchen ist handelsüblich für rund EUR 100 zu erstehen.

 

 

 

 

Der Delano MC 4 AL passt genau in den ATK, schließt aber nicht wie der originale oder Bassculture PU an den kurzen Seiten bündig ab.

Mich stört das weniger, da mir die Gesamterscheinung mit den Polepieces und dem Schriftzug ausgesprochen gut gefällt.

Die Bohrmaschine muss man allerdings schon rauskramen. Es braucht neue Schraublöcher. Die Esche ist hart, so dass einfaches Hereindrehen

der langen Schrauben nach dem Körnen hier wie bei anderen Hölzern nicht funktioniert. 

 

 

 

 

Herr Jedamzik von Delano hat seinen Produkten eine ausführliche Anleitung beigefügt. Für diesen Pickup empfliehlt er diese zwei Schaltungsvarianten:

Ein kleiner Minischalter (on/on/on) ermöglicht zum Einen, die Spulen seriell, parallel und singulär anzusprechen.

Zum Zweiten wäre der Tonabnehmer single (front), parallel (wie Musicman) und single (rear) schaltbar.

 

 

 

 

Wie beim Cort Bass berichtet sind allen drei Schaltzuständen vortreffliche Klangergebnisse nachzusagen. Momentan habe ich die erst genannte

Pickupschaltung realisiert: Singlecoil, paralleler Spulenbetrieb und Humbucker. Alle Sounds sind vollwertig und ohne unvorteilhaften Outputabfall.

Nachdem ich den originalen PU, den Bassculture und Delano kennen gelernt habe, favorisiere ich eindeutig den Letzteren. Um es missionarisch

auszudrücken: Die gute Botschaft lautet heute: Liebe ATK-Player hier ist nun etwas, was sich wirklich lohnt und dabei auch noch bezahlbar ist.

 

 

T u r n   a r o u n d

 

Nochmal: Mittels des kleinen 3-Wege-Schalters haben wir für die beide Spulen des Delanos die Modi Humbucking, Singlecoil und Parallel.

 

Dabei ergibt sich für den Singlecoilmodus, dass die halszugewandte Spule des Pickups aktiv ist. Klanglich fügt sich dieser recht homogen in die

anderen beiden Schaltzustände ein. Dabei weniger Output, mehr Klarheit, offenere Wiedergabe.

Für ein differenziertes Spektrum der 3 Modi wäre unter Umständen die brückenzugewandte Position vorteilhafter.

 

Die Bilder zeigen es: Einfach die Saiten runter, den Pickup herausschrauben und andersherum wieder einbauen. Wen die ungewohnte Optik nicht stört,

hat die im Singlecoilmodus aktive Spule nun quasi an der Brücke. So dicht wie bei Jazz Bass ist es zwar nicht, aber der Sound ändert

sich und wird von mir bevorzugt. Eine Kleinigkeit, die den einen oder anderen durchaus erfreuen wird. Für die Schrauben sollten die

neuen Löcher etwas vorgebohrt werden.

 

 

 

 

 

P r o s u m i n g  *

 

Was haben die Ibanez ATK-Modelle mit den Nummern 1200, 800 und 400 gemeinsam? Keine Idee?

Wer es weiß, kommt heute abend ohne Socken ins Bett... (Wirkungslose elterliche Drohung aus Kindertagen).

Die 1200er Version ist aktuell mit EUR 1.300,- im Handel, die 800er mit rund EUR 700,-.

Das down-gesizedte 4-Hunderter Modell ist nicht mehr in der Produktion.

Aber der Preis ist hier schon mal gar nicht gemeint...

 

 

 

 

Was dem überaus beliebten 300er Modell als Stingray-Nachahmer nicht vergönnt ist, wäre wohl der Neck Pickup, der die oben genannten Modelle

in der Ausstattung bereichert. Also, liegt es nicht so fern, sich dieses Feature als sinnvolle Ergänzung vorzunehmen. Dazu muss das Schlagbrett

erst einmal herunter.

 

 

 

 

Eine gelungene Fräsung ist der Ausgangspunkt für die Montage. Hier ist eine übliche Tiefe von 20 mm angezeigt. Klassisch wurde hier

die Fender Jazz Bass PU-Neck-Position gewählt. Für die Stromzuleitung gehen wir mit dem extralangen Bohrer in das Batteriefach hinüber.

Denn von dort gibt es schon einen brauchbaren Kanal zur aktiven Elektrik. Als Anmerkung noch der kleine Hinweis, dass die Batteriefachabdeckung

hier mal nicht direkt ins Holz verschraubt wird, sondern eine Presshülse mit Gewinde zur nachhaltigeren Befestigung dient.

 

 

     

 

Dieses Mal gut auf der anderen Seite angekommen! Trotz des zusätzlichen Kabels ist übrigens noch genug Platz für den unabdingbaren 9-V-Block.

Passend zum Delano am Steg kommt ein preiswerter DESONIC by Delano in die neue Fräsung. Dieser hat auf der Unterseite zur optimalen Höheneinstellung Schaumstoff plus zwei Stahlfedern. Allerdings ist die Polung anders herum, wenn man einen Out-of-Phase Sound vermeiden möchte. Der Erinnerung nach ist der Spulenwiderstand mit ca. 4,3 kOhm recht gering. Die Konfiguration soll dann mittels 3-Weg-Schalter bedient werden.

Ohne ein weiteres Loch durch die lackierte Decke geht es nicht.

 

 

 

 

Der Durchmesser ist schon in Ordnung. Im E-Fach muss noch für den Kragen des Schalters etwas ausgefräst werden, sonst schaut der

Schalter nicht weit genung aus der Öffnung. Glücklicherweise haben wir für den nicht ganz zierlichen Schalter genug Raum neben der Elektronik.

 

 

 

 

 

 

Ist erstmal alles eingebaut, muss man sich noch um das Schlagbrett kümmern. Da wird dann so einiges noch weggeschnippelt bis es richtig

um den neuen Pickup herum auch passt. Besser das erledigt man gleich mit der neuen Fräsung bevor man alles zusammenbaut. Der Desonic

macht einen guten Job und bringt eine schönes "Düdeldidüüüü" in den oberen Lagen - Bassig rund und vokal in der Tondarstellung.

Wer meint, der Desonic ist doch nur die Delano-Billigschiene, besorgt sich eben einen anderen Tonabnehmer.

Stellt man den Steg-Pickup auf Singlecoil und den Pickwahlschalter in Mittelposition kommt der Scoop-Effekt zum Vorschein:

Leichte Mittenauslöschung (etwas weniger als beim Jazz Bass) für einen funky Slapsound. Bei mir bricht ansatzweise die Begeisterung aus. Supergelungene Aktion und zum Nachmachen empfohlen! Die Fräsungsverweigerer gehen zum Gitarren- oder Geigenbauer. Der macht das schon.

Epilog: * Mit diesen umfangreichen Do-it-yourself Aktivitäten werden wir Konsumenten zu Produzenten - steuern gegebenenfalls

Ideen bei und machen die Arbeit - verkehrte Welt?

 

 

 

 

 

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