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  • Esaite-Berichte: Stratocaster SWAMP ASH Projekt
     

 

 

Hier kommt endlich das zweite der letzten vier aktuellen Projekte zum Vorschein. Diese Stratocaster verdankt ihre Entstehung lediglich

einem Hals, der auf einer anderen Gitarre keine wirklich zufriedenstellenden Ergebnisse zeigen konnte. Der kräftige One Piece Maple Neck

schmückte bis dato eine Fretking Strat mit einem schweren Erlebody und Seymour Duncan Pickups.

Da der Hals per se über gute Qualitäten zu verfügen scheint, kam der Gedanke auf, dass es vielleicht nur die alte Kombination ist,

die insgesamt keine restlos überzeugenden Ergebnisse brachte - mal abgesehen von der Optik...

  

 

 

 

Um eine 50ties Style Strat anzupeilen, wird kurzerhand ein dreiteiliger Sumpfesche Korpus besorgt, der den bisherigen Erle Korpus ersetzen

soll. Wieder kommen zuerst einmal die Schleifarbeiten am Rohling als vorbereitende Maßnahme zum Tragen. Mit den üblichen Körnungen von

320 und 400 über 600 und 800 geht der finale Feinschliff mit einer 1000er Körnung von statten.

 

Bereits ohne Öl und Wachs taucht dann dieser samtige Glanz auf. Auf Porenfüller wird verzichtet. Unten dazu im Bild die alte schwere Fretking,

die es trotz top Hardware nicht ganz so brachte. Schon der originale Hals mit Rosewood Fretboard konnte noch weniger überzeugen.

 

 

 

 

 

 

Ein preiswertes Wilkinson Vintage Tremolo wird mit gerillten Lagerschrauben montiert. Soetwas kostet um die 40 Euros und im Summersale

nur die Hälfte. Die Lagerschrauben kommen noch mal extra mit rund 7 Euros dazu - wobei die beiden Äußeren einen Tick höher oder niedriger

als die anderen mittigen Vier eingeschraubt werden, damit das Spiel der Kante in der Rille noch mehr auf einen Punkt gebracht wird.

 

 

 

 

Zur Erstaustattung gehören zwei Pickups von Tonrider und ein dritter Singlecoil in der Mitte aus einer Hiram Bullock Signature Strat (mint green).

Klanglich war der Dritte eindeutig am besten. Er überragte die Toneriders eindeutig an Direktheit und Charakter. Schade, dass nicht noch

zwei weitere davon in der großen Schublade zu finden waren. Auch in den Zwischenpositionen des Fünfweg-Schalters gab es rein gar nichts zu maulen.

 

Der Hals war bereits mit Schaller Backlock Tuners ausgerüstet. Ärger macht allerdings der Reiter für die dünne E-Saite. Dort sind kleinste

Rillen entstanden, die im schlimmsten Fall für einen schnatterigen unbrauchbaren Klang sorgen. Bisher ließ sich die Saite noch in eine

einwandfreie Position schieben, aber auf Dauer muß wohl eines Tages Ersatz her. Erstmals haben wir von GHS polierte Nickelsaiten

(als "Weichspüler") probiert. Die klingen prima und fühlen ein wenig wie glatte Halfrounds an, sind aber keine!

 

 

 

 

Nach einer monatelangen Info-Tour durchs Web kam der Entschluß, es mit Custom 54 Strat Pickups aus Fenders Custom Shop Serie zu probieren.

Weil das Schlagbrett mint grün ist, wären natürlich gleichfarbige Kappen für die Pickups ein Traum. Fender liefert das Set in weiß aus.

 

Tja, da sind sie wieder: Ich und meine Probleme. Na, so schlimm ist dann doch nicht, aber leider passen nicht alle Kappen über die Polepieces.

Es gibt halt Höhenunterschiede und verschiedene Abstände bei den Öffnungen für die Magneten. Dank der großen Schublade ließ sich aber

etwas Passendes in mintgrün finden.

 

 

 

 

 

 

Besser als Federn sind tatsächtlich Gummiröhrchen als Abstandhalter. Die können nicht Rasseln und halten die Schrauben bei der Montage im 

Schlagbrett. Sonst wird das an dieser Stelle des Verfahrens doch oft recht fummelig. Wollen die Pickupschrauben nicht in die jungfräulichen

Schrauböffnungen der Grundplatten, hilft oft ganz leichtes Vorbohren - oder besser gesagt - vorsichtiges Anbohren, damit das Gewinde leichter greifen kann.

 

 

 

 

Ist die ganze Geschichte sorgsam und halbwegs sachgerecht zusammengesetzt, kann man sich mit spitzen Ohren und einem Schraubendreher

von den Verstärken setzen. Außer vielleicht etwas Reverb sind natürlich keine Effekte zu verwenden. Die Verstärkereinstellung sollte in

irgendeiner angemessenen Form weitgehend neutral sein. Schönfärberei ist an diesem Punkt unpassend.

 

Nun kann die Höheneinstellung vorgenommen werden. Aufgrund der fast unüberschaubaren Vielfalt der Möglichkeiten, kann sich jeder seinen Sound konfigurieren. Klar aber, dass die Saitenschwingungen nicht von den Magneten so eingefangen werden sollten, dass der Ton dadurch unsauber wird.

Daher den Abstand zum Hals hin immer etwas größer halten, insbesondere bei den Bässen. Soundgourmets werden sich bei diesem Vorgang

ausreichend Zeit nehmen und nicht mal eben so husch husch die Pickups hoch- und runterdrehen.

 

 

 

 

Unvermeidlich verbleibt bis hierhin die Frage, wie ist es denn so damit geworden, eine Gitarre um einen Hals herumzubauen? Wenn der Hals

als zentraler Punkt für den Gitarrenton gelten darf, wäre diese Art der Fragestellung eigentlich nicht ungewohnt. Das scheint aber nach wie vor

wohl so zu sein, da sich viele Überlegungen meist um den Korpus und die Tonabnehmer drehen.

 

Das Ergebnis ist ausgezeichnet. Mit den Fender Pickups erreicht man nicht völlig unerwartet das klassische Ideal. Wir finden die typische

fenderige vintageartige Einfärbung des Klangs. Trotz harter Hölzer lassen sich keine fiesen Höhen feststellen. Bevor ich in einen Jubeltaumel

falle, warte ich aber noch den Test im Proberaum ab. Soviel Zeit muß sein ... Konsequenterweise bauen wir nächstes Mal ein Instrument

um einen Satz Tonabnehmer herum, oder was?

 

 

 

 

T r e m o l o   a u s b a u e n :   G e w i n d e h ü l s e n   z i e h e n

 

 

 

 

Die Fretking-Strat, deren Hals wir für die neue Swamp Ash Strat verwendenten, ist mittlerweile ein gerupftes Huhn.

Da ist rein gar nütscht mehr dran, aber leider noch drin. Jahrelang verfolgte mich dieser Angstgegner: Die Gewindehülse...

wie soll man diese Tremolo-Teilchen nur wieder ordentlich aus ihren Löchern locken? Beim Gitarrenbauer gab es schon die

tollsten Apparaturen für die Lösung dieses Problems zu sehen - aber das wäre eine andere Geschichte... Wer einen Ingenieur

in der Nähe hat oder von allein durch vergleichende Studien auf das Konstrukt Korkenzieher kommt, ist ganz weit vorne!

 

 

 

 

Viel braucht es nun wirklich nicht: Eine Rolle Tesafilm, eine große Unterlegscheibe (oder etwas Vergleichbares für die Funktion) und natürlich eine passende Schaube (metrisch/zöllig beachten) mit Mutter wären es dann. Wenn der Kram mal 2 Euro Fuffzig kostet, ist das vielleicht schon fast

zu hoch gegriffen. Okay, den Maulschlüssel sollte man aber dazu dann schon im Werkzeugkasten liegen haben.

 

Von der hochgeschätzten Weltfirma Rockinger ist für € 6,90 plus Versand das sogenannte Rockinger Pullman Set zu erwerben. Damit wäre diese Aufgabe ebenfalls sauber zu erledigen. Aber Elend noch mal, da war doch noch der Mindestbestellwert von 25 EUR. Also doch selber machen.

 

 

 

 

Die Lagerbolzen für das Wilkinson VS-100 Tremolo sind ja schon entfernt. An deren Statt dreht man nur ein wenig die große möglichst passende Schraube in die Einschlagbuchse. Dann kann man mittels der Mutter mit dem Maulschlüssel die Hülsenbuchse oder Buchsenhülse vorsichtig extrahieren.

Verbuchst nochmal - die eigentliche Prozedur bitte langsam und ohne Wackelei erledigen, sonst bricht einem noch der Lack an der Kante weg.  

 

 

 

 

Was unsereins ewig lang beinah wie ein nur für Spezialisten lösbares Rätsel vorkam, ist nun fast zum alltäglichen Einerlei verkommen.

Immer wieder nur gewußt wie. Hoffen wir mal, irgendjemand da draussen kann den Tipp überhaupt gebrauchen. Feedback erwünscht!

 

 

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