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Esaite-Berichte: VOX SSC-33

 

 

 

Vor gut einem halben Jahr kreuzte ein Prospekt mit den neuen Vox-Gitarren bei mir auf. Den habe ich mir dann immer wieder und drei Tage durch

gesehen und war jedes Mal aufs Neue über die angepriesenen einzigartigen Features gestolpert, die man so nicht unbedingt schon woanders hat

sehen oder geschweige denn ausprobieren können. Alles nur die übliche Bauernfängerei? Vor gar nicht allzu langer Zeit - in diesem Sommer - hatte

ich mich dann auf das Teaburst eingeschossen. Die Händler verlangen für das 33er Modell zwischen knapp 600 und 700 EUR.

Man braucht jetzt auch überhaupt nicht weiterlesen, da ich es hier schon frei herausposaune: Das Gerät ist jeden Cent wert - ich bin begeistert.    

 

 

 

 

Huch, sind da jetzt etwa doch noch einige Kollegen dabei geblieben und haben noch nicht weiter geklickt? Es ist doch alles gesagt!

 

 

 

 

Nun gut, bevor jetzt einer das Teil bestellt oder besser noch in einen Gitarrenladen läuft und so eine Gitarre einsackt, ist es vielleicht

günstiger, man macht sich ein genaueres Bild von der Angebeteten. Die Vox SSC-33 kommt aus Indonesien wie so viele andere mittlerweile

wertige Instrumente auch. Das 55er Modell wird aber nicht dort, sondern in Korea gefertigt. Dessen Elektrik beispielsweise ist noch etwas

ausgefeilter, schlägt dann aber preislich gleich auch ganz anders zu Buche. Wenn da mal 1.000 Euros reichen, kann man sich vermutlich freuen.

 

 

 

 

Die Vox-Gitarren kommen in allen möglichen Holzkomibationen. Diese Schöne besteht zu ungefähr gleichen Teilen

aus Esche (Top) und Mahagoni (Back). Horizontal gesehen sind es nebeneinander drei Planken.

 

Was wohl alle Serien gemeinsam haben, ist die Verwendung der gleichen CoAxe Pickups (DiMarzio Kooperation?) und die MaxContact Brücke aus Alu.

Gleichermaßen werden auch die Tusk-Sättel (man made ivory) nebst der eleganten Tuners verbaut. Höchst komfortabel und wunderschön ist

auch das neuartige Shaping des Bodys. Am oberen Gurtknopf habe ich eine Stärke von rund 32 mm und am Unteren 35 mm gemessen.

Allerdings ist in der Mitte um die Brücke herum von einer Korpusstärke von rund 50 mm auszugehen! Glücklicherweise also keine flache

Dünnbrett-Flunder.

 

 

 

 

Keine Decke ist übrigens wie die andere. Jede Gitarre bietet daher eine individuelle Optik. Da hebt man sich angenehm von den

sonst so verbreiteten feingliedrigen bookmatched Maple-Flame-Tops erheblich ab. Dieses Exemplar mit der längsverlaufenden eher engeren

Maserung hatte ich bisher so noch nicht gesehen. Meist kommt die Esche ja eher anders daher - siehe Fenders Strats und Teles.

 

 

 

 

Die Pickups haben wir natürlich durchgemessen, auch wenn viele Kenner auf die Widerstandswerte allein richtigerweise nicht unbedingt viel geben.

Die beiden Tonabnehmer mit koaxialem Spulendesign sind sehr nebengeräuscharm. Die Werte sind bei beiden überraschender Weise nahezu identisch.

Der obere Toggleswitch schaltet die Modes. Hier heißen sie Clean und Lead. Clean bringt Singlecoil-artigen Glanz und Lead legt noch mal einen Humbucker-typischen Brikett oben drauf.

 

Wer den Schalter zögerlich hin und her drückt, bekommt unter Umständen in der Mitte einen Aussetzer, wo fast gar nichts mehr zu hören ist.

Das passiert aber eher sehr selten oder gar zufällig. Das Tonpoti arbeitet eher im unteren Bereich und dämpft anders als gewohnt.

Festgestellt habe ich einen Wah-Wah-ähnlichen Charakter, der nicht von Nachteil zu sein scheint und vielmehr interessannte Ergebisse zeitig.

 

                          Singlecoil Style          Humbucker Style

 

Bridge PU               kOhm 5,89                  kOhm 7,84

both                        kOhm 2,96                  kOhm 3,95

Neck  PU                kOhm 5,88                  kOhm 7,83 

 

 

 

 

Ja, wieso muss die Brücke runter? Wir kommen an dieser Stelle an das Eingemachte. Saitenwechsel (Sorte oder Stärke) bedarf ja

in der Regel einer Neueinstellung der Intonation. Das habe ich zunächst einmal mit aufgezogenen Saiten probiert. Leider, leider sind nicht alle dafür vorgesehenen Schrauben leichtgängig. Bevor wir also an der Brücke mit verschiedenen Schraubendrehern weiter herum würgen und im Zweifel dabei die Schlitze ausgniedeln, sollten wenigstens die Saiten herunter und der Pickup niedriger gedreht werden. Schöne Scheiße - sagt man nicht. Aber mit

der Einstellung für die G-Saite will es so nun leider auch noch nicht richtig funktionieren. Deshalb alles runter!

 

 

 

 

 

Die MaxContact Bridge belastet die kleine Waage mit einem minimalen Wert von gerade mal 55 Gramm. Auf die Messingbolzen geschoben

findet man vertikal noch ein klein wenig Spiel. Bei den ProTones Studs kommt das ja nun überhaupt nicht mehr vor,

ist hier aber wirklich nicht dramatisch. Die Mensur ist zwischen Gibson und Fender angesiedelt.

 

 

 

 

Auf die Frage, was findet ihr an dem Instrument nicht so gut, kommt hier eine (kleine) Liste von Minuspunkten:

 

   1.  Einstellung der Brückenreiter nicht umproblematisch, da nicht alle Schrauben leichtgängig sind

   2. Die Kopfplatte ist etwas schmucklos bzw. schlicht und dazu recht groß geraten (Mittig gemessen, bis zum Sattel 18,5 cm)

   3. Minimale, kaum sichtbare Lackrisse an der Sattelnut

   4. Der Modes-Schalter könnte mal einen Aussetzer haben

   5. Wirkungsweise des Tonreglers unter Umständen gewöhnungsbedürftig

 

 

 

 

Warum sagen die von der E-Saite, dass die Gitarre jeden Cent wert ist?

 

  1.  Die leicht und gleichmäßig laufenden Mechaniken arbeiten sehr fein und wissen auch opitsch zu gefallen

  2. Der Sattel ist vorbildlich gekerbt und von guter Qualität (Tusk)

  3. Eigenständiges hervorragend ergonomisches Korpusdesign

  4. Gut bespielbarer Hals (Breite Sattel 43,4 mm, 5. Bund 47,9 mm, 12. Bund 52,9 mm). Kein halber Baseballschläger und kein Zahnstocher.

      Fühlt sich einen Hauch dünner als ein normaler Strat-Hals an.

  5. Besonders gut erreichbare hohe Lagen

  6. Hervorragender Primärton. Das Teil schwingt. Auf der Anzeige des Stimmgerätes präzise Tonhöhendefinition, kaum Zeigerwackeln

  7. Die Pickups bringen echten Telecaster-Sound im Singlecoil-Modus und sind sehr nebengeräuscharm

      Die CoAxe PUs bieten Vielseitigkeit im Klang und weisen dazu ein klar definiertes eigenes Voicing auf

  8. Sehr gute Fretwork. Keine scharfen Bundenden oder Ungleichmäßigkeiten in der Höhe

      Eine bequeme Saitenlage ist umproblematisch einstellbar

  9. Auswahl der Tonhölzer in Komibination und Qualität wirkt hochklassig (Gesamtgewicht rund 3,4 Kilogramm)

10. Vermutlich unschlagbares Preis-/Leistungsverhältnis

 

Sollten sich in den kommenden Monaten der Benutzung neue bzw. andere Aspekte ergeben, werden wir berichten.

Was zwar momentan unrealistisch, aber früher oder später interessant sein könnte (man weiss ja nie), ist

die Frage nach Austausch-Pickups (Mehr Dampf am Steg). Gäbe es welche, die dann auch passen?  ...okay, tut mir leid!

 

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