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  • Esaite-Berichte: 1. G&L ASAT Special Semi-Hollow US, 2. G&L ASAT Special Deluxe Maple Top US

  • Esaite-Berichte: Gitarren-Kompressoren Pedale
     

 

 

 

Ich stelle auf die Schnelle zu dieser ASAT Special einige der Eckdaten zusammen:

 

Die Waage zeigt das Gewicht der partiell Hohlgefrästen mit schlanken nicht ganz 3,3 Kilos an. Der Eschen-Korpus erreicht eine Stärke

von rund 45,5 mm, zweiteilig mit einer aufgeleimten zweiteiligen 5mm starken Eschen-Decke; nicht ganz mittig zusammen gesetzt befindet

sich die Leimnaht zwischen der G- und H-Saite. Special sind die Tonabnehmer im Vergleich zur Standard-Tele (Thinline) und natürlich die Brücke.

 

Die Spulen-Widerstände der MFD Pickups liegen in kOhm bei Bridge 5,38, Neck 5,16 und 2,71 in der Mittelstellung.

Ahornhals mit Palisandergriffbrett (Bi-Cut-Neck), Jumbo-Frets

 

   Halsbreite am Sattel 43,4 mm

   Halsbreite am 5. Bund 48,1 mm

   Halsbreite am 12. Bund 53,1 mm

 

   Halsstärke 1. Bund 21,3 mm

   Halsstärke 5. Bund 21,8 mm

   Halsstärke 12. Bund 24,2 mm

 

Genau dieses Instrument wurde in einem älteren G&L-Prospekt abgebildet und weist daher als Messemodell auch keine Seriennummer auf.

Ich schätze das Alter grob auf maximal 15 Jahre. Hier haben wir also eine G&L-sche Interpretation der Fender Thinline Telecaster Idee.

Mit dabei sind natürlich die P90-ähnlichen Magnetic Field Design Pickups (Singlecoils) mit geringem Gleichstrom-Widerstand und die

Saddle-Lock-Bridge ohne überstehende Madenschrauben, bei welcher die Einzelreiter von der Seite mit einer kleinen Schraube

zusammengedrückt werden können.

 

 

 

 

 

 

Diese Gitarre dürfte die vierte G&L sein, die ich mir über die Jahre anschaffte. Es begann mit einer unübersehbar strat-verwandten schwarzen

Legacy mit Dual-Fulcrum-Vibrato (US-Produktion). Irgendein Großhändler räumte seine Bestände und haute die Dinger für damals knapp unter

1.000 DM auf die Straße. Dieser G&L Strat blieb ich nicht lange treu, auch wenn das ungewohnt weiche stimmstabile Tremolo viel Spaß machte.

Sie hatte einen überraschend ordentlichen Output im Angebot, ließ es aber am gewünschten Klangcharakter mangeln. Ich versuchte es mit anderen Pickups.

Nachdem ich die schwächeren, aber erprobten Texas Specials von Fender einsetzte, war mir klarer, was hier läuft. Die Fender Pickups verschlimmern

nur die Lage. Die Hölzer der Legacy präsentierten sich ohne Verstärkung hart und in den Höhen etwas harsch. Die originalen Tonabnehmer wussten

das zumindest abzumildern und die übergestülpte Wärme über die Maßen aufzublasen. An diesem Punkt kam ich über den Begriff Klangholz ins Grübeln. Was nehmen die da eigentlich nur bei G&L?

 

Mir hatte ein nicht mehr ganz junger Gitarrenbauer damals schon etwas die Augen geöffnet, als er meinte, die G&Ls sind momentan (vor weit über 20 Jahren) auf dem amerikanischen Markt so etwas wie der elektrische Billigheimer schlechthin. Naja, immerhin mussten George & Leo sich selbst quasi Konkurrenz machen, um gegen „Fender“/FMI anzustinken. Warum sollte man eine G&L kaufen, wenn die nicht schöner und günstiger als eine „originale“ Fender zu

haben ist. Hat man sich am Markt noch keine legendäre Reputation erworben bzw. als Startup erwerben können, wird eben billig produziert, um günstigst anzubieten. Da nützt es auch nicht viel, die teuren Nickelsaiten für Vintagesound auf die Legacy zu spannen.

 

Gut, man kann sie spielen, aber Zufriedenheit ist für mich schon etwas anderes. Wer aber keine konkrete Vorstellung oder den Vergleich hat, wird durchaus seinen Spaß haben können, da wir ja hier nun trotz allem keinen Schrott in den Händen halten. Und so fand diese Legacy über den lokalen Anzeigenteil ein neues Zuhause. Von Reue bei mir allerdings keine Spur.

 

 

 

 

 

 

Ein sehr ähnliches Schicksal mussten das G&L Modell Rampage mit Kahler-Tremolo sowie ein G&L L-2000 Bass teilen, den ich mir relativ spontan zugelegt hatte. Ursprünglich hatte ich einen tollen Warwick 5-Saiter Bass aus der Art of Sound Edition mit im Gitarrenladen, weil der am Verstärker merkwürdig leise war. Ich wollte den Fachmann konsultieren und fragen, ob man etwas an der elektrischen Abnahme ändern könnte. So ohne Strom klingt das Teil ja wirklich bestens. Unerklärlicherweise ergab sich nicht viel später daraus, dass ich den Warwick in Zahlung gab und zum L-2000-Bass wechselte. Der hatte nämlich einen enormen Output, gutes, eher traditionelles Aussehen (Sunburst), solide Verarbeitung und eine vielseitige Pickup-Konfiguration.

 

Das hat alles aber auf Dauer nicht gereicht. Dieser tieftönende Viersaiter klang nur solange gut, wie die Basssaiten super-frisch waren.

Danach baute er immer konsequent ab, so dass mich nach etwas Verzweiflung sehr bald die akute Unlust packte. Schon wieder die gleiche Erfahrung: Primärton unterdurchschnittlich. Frische Saiten und die Top-Elektronik können es leider auch nicht reißen. Wieder einmal Trennung und von Reue

keine Spur. Mir tat höchstens der Warwick Bass Leid, weil da eine Modifikation vielleicht wirklich geholfen hätte.

 

 

 

 

 

 

Wir alle sind geneigt, uns von Äußerlichkeiten blenden oder ablenken zu lassen, daher hat der alberne Merksatz - Klingt die Gitarre nicht ohne Strom,

lass bloß die Finger davon – seine Berechtigung. Man kann daraus dann folgern: Ein Instrument mit guter Substanz sowie vernünftiger fachgerechter

Bauart wird auch klingen, auch wenn die Saiten mal nicht die Neuesten sind. Man stelle sich vor, man betritt in ein Musikgeschäft.

 

Auf die Frage, ob man mal ein Instrument probieren könnte, kommt der Verkäufer auf einen zu und sagt: Wir sind ja hier vom Fach und daher

ist hier erstmal ihre Augenbinde! Sie sind doch als Musiker in erster Linie ein Ohrenmensch – oder? Das Schauen kommt hier bei uns erst,

wenn die Ohren und Hände Ja sagen. Marke, Optik, Herkunft, Stückzahl, Werkstoff und Preis sollten doch wohl eher nachrangig sein, nicht wahr?

 

 

 

 

 

 

Mit all dem im Hinterkopf nehme ich nach längerem die ASAT Special Semi-Hollow in die Hand. Na, der Herr, Vorurteile? Der Steg-Pickup klingt

knackig-hohl nach Telecaster, aber nicht ganz so beißend. Mit dem Hals-Pickup kommt man unversehens in die Nähe von Montgomerys jazzigen Oktavläufen. Die Mittelposition gefällt mit ihrer offenen glockigen als auch spritzig transparenten Art.

Hier ist der Funk direkt um die Ecke. Also, erst einmal nichts zu bemängeln. Vielleicht trägt der Neck-PU wegen seiner Nähe zu den Saiten

etwas zu dick auf – das lässt sich ändern. Insgesamt kann man schon einen eigenen Charakter der MFD Tonabnehmer feststellen.

 

Obwohl der Hals keine Besonderheiten in Hinsicht auf seine Dimensionen zeigt, wirkt er mit den großen Bundstäbchen und seiner dezenten Griffbrett-Krümmung als ob er tendenziell ein wenig breit und flach wäre. Wie auch immer: Er ist gut zu bedienen und kommt auch modernen Spielweisen entgegen.

Vor dem Einsetzen des Stahlstabes (Trussrod) wurde die Ahornlatte, die mal Hals sein will, für die Fräsung in Längsrichtung in zwei Teile zersägt.

Die beiden wurden nach getaner Arbeit zu einander verschoben und danach wieder zusammen geleimt. Jedenfalls hinterlässt der Verlauf der Maserung

diesen Eindruck. Denkbar ist aber auch die Verwendung zweier unterschiedlicher Holzteile. G&L machte damit Werbung, die Stabilität ihrer Hälse würde dadurch entscheidend zunehmen.

 

 

 

 

 

 

Die Wirbelschafte (Tuners/Machine Heads) werden übrigens nach unten hin im Durchmesser schmaler, was dazu führt, dass die Wicklungen

der Saiten um den Schaft automatisch nach unten zur Kopfplatte hin geführt werden. Das ist eine klasse Idee, damit der Druck der Saiten

im Sattel auch bei geringem parallelem Kopfplattenversatz stimmt und ein zweiter Stringtree unnötig bleibt. Wobei – es sei am Rande erwähnt –

der installierte Saitenniederhalter nicht mittig zwischen H- und E-Saite sitzt, sondern hat seine Platzierung etwas zu sehr in Richtung der G-Saite gefunden. Leider ist insgesamt der Saitenverlauf von den Mechaniken zum Sattel nicht gradlinig-rechtwinklig. Hier entsteht zusätzlich unnötiges Reibungspotential.  

 

Eine weitere Eigenart sind die dunklen Holzdübel auf der Rückseite in Korpus und Hals. Wenn die damit gestopften Löcher aus Gründen der produktionstechnischen Abläufe unumgänglich sind, wären Dübel von passender heller Farbe für den optischen Eindruck doch vorteilhafter.

Ich finde diese G&L ASAT Semi-Hollow in ihrer klassischen Schlichtheit durchaus reizvoll, hochwertig und mit einzigartigen Features gemacht.

Zudem kann ich mir kaum vorstellen, dass sich da nicht noch etliche andere Liebhaber finden lassen. Preislich ist man ja heutzutage in den so genannten amtlichen Kategorien angelangt. Vielleicht ist deshalb die von Cort Indonesien hergestellte Tribute Serie eine echte Alternative für den geschundenen Geldbeutel?

 

 

 

 

 

 G&L ASAT Special Maple Top US

 

 

 

 

 

Diese G&L ASAT befindet sich mit 22 Jahren im besten Alter und ist dabei im neuwertigen Zustand. Man sollte eben häufiger mal den Dachboden

aufräumen und dabei auch in die Koffer schauen. Die hat wohl jemand eingesackt und weggepackt. Bei genauer Betrachtung wird dann auch deutlich,

warum die Hübsche nicht in den wohlverdienten Einsatz gelangt ist. Die Playability lässt doch etwas zu wünschen übrig. Das werden wir aber nun

einfach mal ändern.

 

Von der holzigen Seite basiert die Grüne auf einem Korpus aus amerikanischer Linde (Basswood) mit aufgesetzter flacher Ahorndecke (kein Furnier).

Mit ihren 4,16 kg ist sie nicht wirklich eine von der leichten Sorte, ist aber immerhin noch gut tragbar. Wir haben sie gestern freundlicherweise

für einen Kompressor-Vergleich verwenden können, den wir bei Gelegenheit auf dieser Seite mit Euch teilen werden.

 

 

 

 

 

 

An der Brücke sind wir mit den Saitenreitern recht weit unten und trotzdem schweben die Saiten deutlich zu hoch über dem letzten Bund.

Wie meistens kommt dann also nur eine Korrektur des Halswinkels in Betracht. Mit dem Tiltneck sollte das nun eigentlich ganz flott gehen.

Leider passt der Sechskant nicht durch das entsprechende Loch in der Halsplatte und aufbohren werden wir es deshalb wohl kaum.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Direkt über dieser Zeile sehen wir in der Halstasche einen hellen Streifen. Das läßt konkrete Rückschlüsse auf die Stärke der soliden Ahorndecke

zu. Hier unten ganz gut erkennbar: Links Werkseinstellung und in der Mitte der Zustand nach Behandlung. Jetzt spielt sich die flotte Lotte wie von

alleine. Die Einstellungen an der Brücke haben wir dabei so gelassen, wie wir sie vorgefunden haben. Auf der anderen Seite sterben jetzt die Töne

bei extremen Bendings ab, weil wir Saitenauflieger bekommen - das lässt sich locker verschmerzen.

 

 

 

 

 

 

Schnell stimmen wir noch erneute ein Loblied auf die Mechaniken an. Konische Winkelachsen führen die Saiten beim Aufziehen automatisch für

Druck im Sattel nach unten. Mittels solcher Tuners kann man auf Saitenniederhalter und Staggering meist verzichten. Da muss aber jemand ein

Patent drauf besitzen, da wir das sonst noch bei keinem anderen Hersteller gefunden haben und die sich doch alle immer gegenseitig kopieren.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Die Pickupwerte sind denen der Semi-Hollow sehr nahe. Der Tonabnehmer an der Brücke weist einen Widerstand von kOhm 5,44 auf. Sein Kollege

am Hals bietet da nur geringfügig weniger mit seinen kOhm 5,30.  Das wirkt vergleichsweise mager, wird aber durch die kräftigen Magneten ausgeglichen. Demnächst werden wir ASAT-PUs von David Barfuss mit AlNiCo 5 testen. Ich würd mal sagen, die montieren wir dann in eine ASAT

aus der Tribute Serie.

 

Die Holzkombination aus echtem Maple Top auf Basswood bringt erstaunlich gute Klangergebnisse, die der üblichen Esche in nichts nachstehen.

Die Stärke des Bodies erreicht 46 mmm. Die Kopfplattendicke beginnt hinter dem Sattel bei der Mechanik für die dicke E-Saite mit 15 mm, verschlankt

sich minimal auf 14,5 mm zum Ende hin.

 

Der Hals wurde nicht aufgesägt und dann für gesteigerte Stabilität verschoben zusammengeleimt. Hier alles normal: Mapleneck, einteilig mit aufge-

klebtem Ahorngriffbrett. Die Breite am Sattel kommt auf 41,2 mm. Am 12. Bund sind es dann bereits 51,4 mm. Am 1. Bund stellen wir eine Dicke von

21,3 mm und am 12. Bund 24,6 mm fest. Das ist unten gutes Mittelmaß, was nach oben hin kräftig zunimmt. Im Vergleich zur Semi-

Hollow bleibt die Dicke fast identisch, wobei aber die Breite in durchaus angenehmer Weise deutlich abnimmt.

 

 

 

 

 

 

Preislich kommt man leider schon in die Ratenzahlungsabteilung, wenn doch bereits deutlich über EUR 2.000 Kaufpreis aufgerufen werden. Würde man

mir diese Gitarre anbieten, würde ich ohne großes Geschachere bereitwillig bis zu EUR 1.500 ausgeben wollen, zumal sie so gut wie neu ist. Klang und Ver-

arbeitung sind über jeden Zweifel erhaben. Lediglich die Einstellung der Gitarre verlangt etwas Aufmerksamkeit. Das ist eben auch eine Frage der

persönlichen Vorstellungen und Spielgewohnheiten. In diesem Falle kann man dem Besitzer nur gratulieren - alles richtig gemacht und jetzt spielen ...

 

Aus aktuellem Anlaß hier noch der (eigentlich unnötige Hinweis) an die Räuber und Wegelagerer: Die Bilder und Texte sind urheberrechtlich geschützt. 

 

 

 

 

 

 

K o m p r e s s o r - P e d a l e   f ü r   E - G i t a r r e

 

 

 

 

 

Die Anbieter spielen seit einigen Jahren verrückt. Fast täglich kommen neue Pedale auf den Markt. Vieles wird preislich zwischen 150 und 250 Euro

offeriert. Billigteilchen bekommt man aber schon ab 35 Euro. Von großartiger Entwicklungsarbeit kann man aber eher selten sprechen. Die üblichen

Kleingeräte gliedern sich meist in die Gruppen Reverb, Delay, Wah, Flanger, Chorus, Phaser, Oktaver, Booster, Verzerrer und Kompressor ein.

Letztere schauen wir uns heute anhand von den Beispielen Boss, MXR und tc electronics an.

 

Ohne Saft läuft gar nichts. Ein 9 V-Trafo sorgt für Spannung, wenn die Batterie leergelutscht oder mehrere Pedale auf einem Floorboard montiert

sind. Der Minuspol ist auf dem inneren Buchsenstift angelegt. Reine Geldschneiderei, damit man das überteuerte "Adapterzubehör" des Herstellers

kauft. 10 Euro sind aber in der Regel bereits ausreichend, wenn man selbst die Polarität vertauscht. Kabel durchkneifen, andersherum zusammenlöten

und dann vernünftig isolieren. Aber dabei immer schön auf den mA-Wert achten. An diesem Punkt läßt einfach oft Geld sparen. Regiert ausschließlich

der Geiz, handelt man sich bei zu geringer Qualität  - wenn man Pecht hat - Brummen ein. Das kann man ja nun auch überhaupt nicht gebrauchen.

 

 

 

 

 

 

Zu blöd: Bei MXR und tc electronis sind 4 Schrauben zu lösen. Erst dann ist die Bodenplatte oder das Gehäuse abnehmbar, um eine neue Batterie

einzulegen. Richtig: Einige von Euch schwören auf fast halbvolle 9V-Blöcke in Kombination mit Analogtechnik. Boss' Lösung ist für einen schnellen werkzeuglosen Batteriewechsel schon eindeutig besser. Nach einigen Jahren wird der schwarze Gummikranz allerdings in Mitleidenschaft gezogen.

Wenn man etwas Fummelei nicht scheut, kann man den erstmal umgekehrt einsetzen.

 

 

 

 

Vorteile schwerer Gehäuse liegen auf den Hand: Die Pedale verrutschen nicht so leicht und bieten so der Fußbedienung den nötigen Widerstand.

Warum der Forcefield-Kompressor (inklusive Batterie) über 500 Gramm auf die Waage bringt ist schleierhaft. Dabei ist das Gehäuse auch noch

ziemlich kratzempfindlich. Vermutlich steckt dazu die Vorstellung "Gewicht gleich Wertigkeit" dahinter, die dem Käufer ein gutes Gefühl verschaffen

soll. Die Bauteile sowohl Platinen wiegen und kosten bei automatisierter Produktion so gut wie nichts - Handarbeit lassen wir hier mal außen vor.

 

 

 

 

 

 

Komprimieren bedeutet Dynamikspitzen (Anschlag) in der Lautstärke begrenzen (Limiter) und leise Stellen (Ausklang) anheben (Sustain). Damit sind für Gitarristen schöne keyboardartige Akkordflächen realisierbar ohne ein solches auf anspruchvolle Weise mit dem Gitarren-Volume-Poti kreieren zu

müssen (Geigeneffekt). Wo kraftvoll als auch definiert agiert wird, sind diese Pedale willkommen. Das kann auch Countrymusik oder Funk sein.

 

Mancher weiß diese Möglichkeiten auch im Bereich der Zerr-Sounds sinnvoll einzusetzen. Auf jeden Fall kann man den etwas spröden oder eher harten

Clean-Kanal eines einfachen Verstärkers aufmöbeln. Vielleicht ist es auch die eigene Unbeherrschtheit/ mangelnde Kontrolle, die sich damit zügeln läßt?

Kompressoren verändern ganz klar das Spielgefühl, so dass man sich mit ihnen durchaus in Richtung von guten Röhrenverstärkern bewegt. 

 

 

 

 

Soll der Effekt keinen Lautstärkensprung (Solo) verursachen, dreht man beim MXR und Boss CS das Level/Output herunter, wenn man zugleich

das Sustain/Sensitivity anhebt. Spielt man kurze Töne, kann der Limiter das Volumen reduzieren, was durch eine Pegelanhebung auszugleichen ist.

Beim Forcefield spielt das keine große Rolle. Sustain/Sensitivity verstärken die Lautstärke des Ausklang und die Wirksamkeit des Limiting. Helligkeit

(Treble) und Anschlag lassen sich beim Boss CS zusätzlich über die mittleren Regler fein-tunen. Der Tipp in der Bedienungsanleitung, das Boss-Pedal

als reinen Limiter zu verwenden, wirkt sich praktisch nicht so überzeugt aus. Da könnte man auch ein Volume-Pedal benutzen.

 

 

 

 

 

 

Der Schaltvorgang zwischen Bypass und Effekt funktioniert beim Dyna Comp mechanisch, während die beiden anderen Kandidaten das über knackfreie

elektronische Taster hinbekommen. LED-Lämpchen für die Betriebszustandsanzeige können alle drei aufbieten. Ende gut, fast alles gut: Wie verhalten

sich die Geräte nun in der Praxis?

 

Beim tc Forcefield bezahlt man wenig und bekommt auch nur wenig. Der Effekt an sich ist unauffällig, nicht mit den anderen beiden Pedalen vergleich-

bar. Die Werbebotschaften mit Referenz zu den klassischen Pedalen wirken leider deutlich übertrieben. Eigentlich haben wir hier nur einen einfachen Cleanboost mit etwas Sustainverlängerung bei kaum spürbarer Limiter-Funktion der Hand. Irgendjemandem wird das schon gefallen und warum sollte

man nicht genau für dieses Gerät auch noch eine sinnvolle Verwendung finden?

 

Der Dyna Comp von MXR dagegen kann bekanntermaßen als Urgestein der Sparte (seit 1972) in bester Manier was er soll. Zwei Regler sind völlig

ausreichend, um einen wirkungsvollen gut klingenden Effekt einzustellen. Sicherlich Vergleichbares leistet auch das Boss-Pedal (1977, CS-1).

Allerdings gibt es zwei Zusatzregler und die Möglichkeit, auf bequeme Art die Batterie zu wechseln. Stellt sich nur die Frage, ob jetzt rot oder blau

dem aktuellen Coolness-Faktor am nächsten kommt? Für den Neupreis des Forcefield-Pedals bekommt man übrigens schon einen gebrauchten

Boss-Compressor, den wir seit vielen Jahren im ständigen Einsatz haben.

 

 

 

 

 

 

 

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